Zielvereinbarung mit MSWF in trockenen Tüchern

- v.l.: Prof. Dr. Petzina (RUB), Staatsekretär Krebs, Prof. Dr. Dudziak (FH Bochum)
"Klein ist fein und ich erlebe die Fachhochschule Bochum - die kleinste staatliche Fachhochschule NRW's - als regionales Kraftwerk in der Hochschullandschaft!" Mit diesen Worten unterzeichnete am 22. April Staatssekretär Hartmut Krebs aus dem Wissenschaftsministerium Düsseldorf und Rektor Prof. Dr. Reiner Dudziak die Verträge für die Zielvereinbarungen der FH Bochum für eine Laufzeit von drei Jahren.
Zielvereinbarungen zwischen Bundesland und Hochschulen sind ein modernes, aber keineswegs neues Instrument. Im Kern geht es darum, einen Konsens zwischen den Ansprüchen der Gesellschaft - die immerhin die staatlichen Hochschulen finanziert - und den Hochschulen - die sich auf die Freiheit von Lehre und Forschung berufen -, mit einer neuen Kommunikationskultur zu finden.
Die finanzielle Ausstattung der Zielvereinbarung durch das MSWF zeigt, dass sich die Zeiten ändern: Was gestern noch "umsonst" war - die Fachhochschul-Anteile aus dem Innovationsfond - muss heute mit konkreten Versprechen auf Gegenleistung erworben werden. Im nächsten Zielvereinbarungsdurchgang ab 2005 werden wahrscheinlich auch (finanzielle) Sanktionen eine Rolle spielen. Die Hochschulleitung nutzt die Zeit, die Zielvereinbarungen als ein internes Steuerungsinstrument zu etablieren, das sowohl die von außen kommenden Ansprüche als auch die unabdingbaren Freiräume der Wissenschaftler angemessen berücksichtigt und so einen wichtigen Beitrag leistet, die Hochschule im sich verschärfenden Wettbewerb um knappe Mittel zukunftsorientiert zu positionieren.
