IBA-Projekt 006 | Emscher-Park-Eisenbahn | |
| Objekt: Emscher- Park- Eisenbahn Adresse: Informationen und Anmeldungen nur unter: Emscher- Park- Eisenbahn GmbH Leithestr.35 45886 Gelsenkirchen Tel.:0209/1703142 (Herr Rüffer) Projektträger: Emscher- Park- Eisenbahn GmbH, gegründet 1994 | ![]() Foto: Einer der historischen Züge | |
![]() Foto: Der Haltepunkt in Essen- Katernberg, Zeche- Zollverein
| Tourismus-Eisenbahn im Ruhrgebiet Die Emscher- Park- Eisenbahn Die Emscher- Park- Eisenbahn ist ein Tourismus- Projekt, das nach den IBA-Zechenbahntagen 1990 ins Leben gerufen wurde. Die große Resonanz der Zechenbahntage hatte zur Folge, daß 1991-1993 Testfahrten an unterschiedlichen Tagen, auf verschiedenen Strecken mit verschiedenen Haltepunkten und Zielen angeboten wurden. Es gab eine rege Nachfrage mit einer Fahrtenauslastung von 75-80%. Die Auswertung dieser Testfahrten durch die IBA und ein vom Wirtschaftsminister gefördertes Gutachten ergaben, daß das Werksbahnnetz im Ruhrgebiet günstige Voraussetzungen für die Errichtung einer Nostalgie- Eisenbahn bietet; daß eine derartige Eisenbahn attraktiv für die Bevölkerung ist und daß sie unter professionellen Bedingungen ökonomisch betrieben werden kann. Diese professionellen Bedingungen wurden geschaffen, indem eine Betreibergesellschaft gegründet wurde, die Emscher- Park- Eisenbahn GmbH, die über den notwendigen Sach- und Fachverstand verfügt. Mehrere schon bestehende Eisenbahn-Vereine haben sich an der Planung und Entwicklung des Konzeptes beteiligt. Das Konzept ist so angelegt, daß es sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich langfristig tragbar ist. Die laufenden Ausgaben, die sich perspektivisch durch den Besitz eigener Immobilien und Wagenmaterial (vorerst gemietet) reduzieren, werden durch Fahrkartenverkauf, Catering, Begleitlektüre und Souvenirs gedeckt. Auf den Fahrten sollen spezifische Besonderheiten der Region gezeigt werden, die sicher in der industriellen Vergangenheit liegen. Im Zuge der Industriallisierung und der Gründung von Zechenbahnen entstand im Ruhrgebiet eines der dichtesten Gleisnetze Europas. Die Emscher- Park- Eisenbahn fährt hauptsächlich auf dem weit verzweigten Werksbahnnetz der Ruhrkohle AG (RAG) und auf einigen wenigen Strecken der Deutschen Bahn AG. Dafür sind jeweils Nutzungsgebühren zu entrichten. Strecken aufgekauft werden sollen nur dann, wenn sie sonst abgerissen werden würden. Auf den ausgewählten Strecken zeigen sich selbst für die Bevölkerung des Ruhrgebietes noch unbekannte Bilder: Einmalige Zeugnisse der Industrie-Architektur, technische Denkmäler, historische Gartenstadtsiedlungen, unberührte Natur auf Brachflächen, offene Abwasserkanäle und renaturierte Bäche, moderne Architekturen und alte Schlösser. Die Emscher- Park- Eisenbahn will das Publikum auf zwei Arten anziehen: Zum einen durch die Fahrten mit den historischen Loks und Wagen, E- und Dieselloks und unter Dampf fahrend, die Wagons 1.-3. Klasse, Plüschsessel bis Holzbänke. Zum zweiten sollen die angefahrenen Ziele ein Anziehungspunkt sein. Die Emscher-Park-Eisenbahn will unterschiedlichen Ansprüchen und Interessen gerecht werden und ist somit interessant für Gruppen, Familien, Einzelreisenden, Fotographen, Fachleuten, etc, etc... Es gibt einen jährlich wechselnden Fahrplan für die Sommermonate mit Rundkursen und Pendelfahrten. Die Strecken werden so ausgewählt, daß sie sich auch für thematische Fahrten eignen, z.B. Stahl und Eisen, " industrielle Landschaft oder industrielle Bauten. Aber auch touristische Angebote wie Landschaftsparks, Filmparks, Landes- und Bundesgartenschauen liegen an der Strecke und können mit der Emscher- Park- Eisenbahn angefahren werden. Die Abfahrts-, Ankunfts- und Haltepunkte sollen an sich schon Sehenswürdigkeiten darstellen. Als Haltepunkte kämen zum Beispiel in Frage: Beispiel 1: Der Bahnhof Zeche Zollverein in Essen Katernberg. Er hat sich in den letzten Jahren zu einem Industriedenkmal von internationalem Rang entwickelt. Es finden viele Kulturveranstaltungen statt in der ehemals größten Schachtanlage Europas. Das Gelände ist an das RAG-Netz angeschlossen. An der nördlichen Ausfahrt kann die ruhrgebietstypische Gütertransportübergabe zur Staatsbahn-Gleisanlage realistisch dargestellt werden. Eine weitere Faszination bietet die Möglichkeit zur Besichtigung der Zeche. Da die Zeche auch die erforderlichen Anlagen für einen Dampflokbetrieb besitzt (Wasserkran, Bekohlung, Schuppen und Drehscheibe), läßt sich die Anlage neben einem vorhandenen Lokschuppen zu einem technisch historischen Komplex ausbauen. Beispiel 2:
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| Literaturerwähnungen: "IBA- Emscherpark- Stand der Projekte 1995" | ||
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