IBA-Projekt 010

Regionaler Grünzug E

Objekt:
Landschaftspark, Regionaler Grünzug E
Adresse:
Städte Bochum, Castrop-Rauxel, Herne u. Recklinghausen
Bauherr:
Interkommunale Arbeitsgemeinschaft Bochum, Castrop- Rauxel, Herne u. Recklinghausen
Architekt + Planer:
Landschaft + Siedlung in Recklinghausen
Planung / Bauzeit:
ca. 2000


Landschaftspark


Förderturm, Teutoburgia
Groborientierung

 

 

 

Auf 4.200 Hektar breitet sich der Regionale Grünzug E zwischen den vier Städten in Nord-Süd-Richtung, zwischen der A40 und der A2 aus. Im Vergleich zu den bisherigen Grünzügen trifft man hier auf eine weitgehend intakte Landschaft.
Große zusammenhängende Freiräume mit hohem Waldanteil - wie die Bereiche Brandheide, Baldenhorst, Langeloh und das Talnetz des Harpener Mühlenbachs - und landwirtschaftliche Flächen bieten hier eine gute Grundlage, den Erlebniswert im Grünzug auszubauen.
Das Leitthema für die Planerinnen und Planer in diesem Landschaftspark lautet: Erlebnisraum Kulturlandschaft.

NÖRDLICHER TEIL
Dieser Bereich umfaßt die Brandheide und erstreckt sich bis zur A2 bzw. zum Ortsteil Recklinghausen-Suderwich, zu den Schiffshebe- und Schleusenanlagen Henrichenburg im Nordosten (vgl. Nr. 35) und bis Recklinghausen-Süd mit der stillgelegten Zeche König Ludwig im Westen.

MITTLERER TEIL
Die Emscher und der Rhein-Herne-Kanal prägen als parallel verlaufende „Bänder“ den Mittelteil des Grünzugs.
Hier entlang ergeben sich direkte Ost-West-Verbindungen mit den Nachbar-Grünzügen D und F. Die Wege entlang der Emscher sollen allgemein zugänglich gemacht werden.

SÜDLICHER TEIL
Nach einer Engstelle zwischen Herne-Holthausen und Castrop-Rauxel - bildlich gesehen die Taille des Grünzuges E - schließen sich südlich der Bereich Landgeloh und der Landschaftsraum der Stadt Bochum an.
Über das Bövinghauser Bachtal gibt es eine Anbindung an das Ruhrtal. Der Planungsraum endet im Süden an der A40 bzw. der Stadtgrenze Dortmund.
Der Schutz der bestehenden Landschaft und das Bewußtmachen der ästhetischen Qualitäten haben hier ein weitaus größeres Gewicht als in dem anderen Regionalen Grünzügen. Dennoch gibt es Bereiche, in denen der Wiederaufbau von Landschaft notwendig wird.
Ein besonderes Thema in diesem Grünzug ist die Extensivierung landwirtschaftlicher Flächen, so z.B. im Emschertal (Brandheide-Pöppinghausen) oder im Bövinghauser Bachtal. Ein anderes Thema ist das Herausarbeiten und in Szene setzen von Landmarken, wobei natürliche und künstliche Aussichtspunkte ebenso verbunden werden sollen wie vorindustrielle Kulturdenkmäler. Dazu gehören u.a. markante Orientierungspunkte wie die Deponien Tippelsberg und Pöppinghausen, die Fördertürme Erin und Teutoburgia oder Sehenswürdigkeiten wie die Gartenstadtsiedlung Teutoburgia in Herne, das VEW-Umspannwerk in Recklinghausen-Süd oder das Schloß Bladenhorst in Castrop-Rauxel.

Ein Handlungsschwerpunkt innerhalb des Ökologieprogramms Emscher Lippe ist das Projekt Landschaftspark Bladenhorst - Castroper Holz mit der Zielsetzung, ökologisch verträgliche Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten zu realisieren.
Die Landschaftliche Rahmenplanung bearbeitet im Auftrag der vier beteiligten Städte das Büro, Landschaft + Siedlung in Recklinghausen. Die Federführung der Interkommunalen Arbeitsgemeinschaft liegt bei der Stadt Recklinghausen.
Der Süden des Grünzuges E, ist nochstark landwirtschaftlich geprägt.
 

Quellen:
IBA-Katalog + Rahmenplan 1996


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