IBA-Projekt 17 | Volksgolfplatz | |
| Objekt: Volksgolfplatz |
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![]() Groborientierung
grobe Wegbeschreibung Lageplan
| Auf dem 30 Hektar großen Gelände soll eine öffentliche Grünanlage mit einem 9-Loch-Volksgolfplatz entstehen, den
jedermann benutzen kann. Als erster Teilabschnitt soll im Sommer 1996 eine 60.000 Quadratmeter großen Driving Range im
Herzen der Anlage eröffnet werden. Das 2.500 Meter lange Wanderwegnetz, der Öffentlichkeit freigegeben, mit
Anbindungen an die umliegenden Grüngebiete Elpenbachtal, Reinerbachtal, Stadtpark Bottrop und zum
Landesgartenschaugelände wird im Herbst dieses Jahres fertiggestellt, die vorgesehenen Aufforstungen und
Anpflanzungen auf einer Fläche von 25.000 Quadratmeter werden voraussichtlich im Frühjahr 1997 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für den Ausbau der öffentlichen Grünanlage mit Volksgolfplatz belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Mark, das Land fördert das Projekt mit 1,1 Millionen Mark. Die restlichen Kosten sind unter den anderen Vertragspartnern zu je einem Drittel aufgeteilt: 1/3 Stadt Oberhausen / Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) 1/3 Ruhrkohle AG (RAG) 1/3 EGC Golf-Course- GmbH Der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) wird Eigentümer des ehemaligen Zechengeländes, koordiniert das Gesamtprojekt . Zur Errichtung und zum Betrieb des Volksgolfplatzes erteilt der Verband der EGC Golf Course GmbH einen Generalauftrag. Außerdem übernimmt der KVR für den Ausbau der gesamten öffentlichen Grünlagen incl. Volksgolfplatz die Oberbauleitung. Die Stadt Oberhausen hat das Projekt u.a. durch die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen vorangetrieben und ist im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen an der Realisierung beteiligt. Die EGC Golf-Course GmbH hat die Idee für den Volksgolfplatz entwickelt und gemeinsam mit dem Bottroper Ingenieurbüro Peter Drecker die Gesamtplanung erarbeitet. Nach Fertigstellung wird die EGC den Volksgolfplatz betreiben, pflegen und unterhalten. Die EGC pachtet die Fläche vom KVR zunächst für einen Zeitraum von 30 Jahren. Die Ruhrkohle AG (RAG) hat das Gesamtgelände nach den Plänen des Ingenieurbüro Drecker bereits modelliert und durch Aufschüttung von Bergmaterial entsprechend gestaltet. Auch der Ausbau von Wanderwegen und Teile der Aufforstung und Bepflanzung werden von der RAG im Rahmen der Entlassung aus der Bergaufsicht finanziert. Bei der Umwandlung des ehemaligen Arbeits- und Produktionsstandortes zu einem wohnungsnahen Erlebnis- und Sportbereich mit hoher ökologischer, sozialer und gestalterischästhetischer Qualität spielte auch die Erhaltung von Industrierelikten eine entscheidende Rolle. Dafür begab sich der Planer auf Spurensuche: Anhand von Luftbildern und historischer Karten wurden die typischen Strukturelemente der ehemaligen Zeche und der Kokerei Jacobi erschlossen, die erhalten bzw. rekonstruiert werden sollten. : Freizeit- und Erholungskonzept für den Jacobi-Garten Die alte Platanenallee, die ehemals den Südeingang der Zeche markierte, weist heute eindrucksvoll auf den Eingang der Golfanlage hin. An diesem zentralen Punkt soll ein Clubhaus mit Verwaltung, Sanitäranlagen, Golfshop und Restauration entstehen. Um die Identität des Ortes zu überliefern, werden nicht nur bestehende Biotope in den Randbereichen , sondern auch bauliche Elemente erhalten bzw. wiederhergestellt. Die z.T. renovierungsbedürftige Zechenmauer wird als Industrierelikt erhalten, das Winkelstück einer Druckluftleitung wird Stahlskulptur, und das ehemalige Kontrollhaus einer Großlasten-Waage wird Wetterschutzhütte. Andere Industrierelikte, wie beispielsweise achteckige Kühlturmtassen, die im Zuge der Flächensanierung überdeckt werden mußten, sollen an gleicher Stelle auf neuem Geländeniveau wieder entstehen - jetzt jedoch in Form von Baumasten und Rasenmodellierungen. Die ehemaligen Gleistrassen, die dem Materialtransport dienten, sind ebenfalls im Zuge der Flächensanierung überdeckt worden. Kirschbäume, die entlang dieser Gleistrasse gepflanzt werden, sollen an deren Verlauf erinnern.Die Golfplatzkonzeption Herzstück des Golfplatzes ist das gut sechs Hektar große Übungsgelände, die sogenannte Driving Range. Insgesamt sind 30 beleuchtete und beheizbare Abschlaghütten vorgesehen, die das Training auch bei schlechtem Wetter ermöglichen. Ein 1.000 Quadratmeter großes Puttinggrün, ein Chipping- und Pitchingrün sowie ein Sandbunker vervollständigen das Angebot. Die Geschichte des Bergwerks Jacobi in Oberhausen Die Zeche Jacobi, benannt nach Kommerzienrat Hugo Jacobi (1834-1917), wurde 1912 abgeteuft und nahm bereits 1913 die Förderung auf. 1918 erhielt die Zeche eine Kokerei mit Kohlenwertstoffgewinnungsanlagen. 1932 wurden die Zechen Jacobi und Vondern vereinigt, Jacobi unter Verwendung der in den stillgelegten Tagesbetrieben freigewordenen Einrichtungen zur Großschachtanlage ausgebaut. 1974 wurde das Bergwerk Jacobi stillgelegt und das Grubenfeld mit dem Nachbarbergwerk Prosper-Haniel verbunden. Die Kokerei Jacobi erzeugte rund 720.000 Tonnen Koks und wurde 1984 von der Ruhrkohle AG stillgelegt. | |
| Literatur: [1] Stadt Bottrop [2] Stadt Oberhausen [3] IBA Gelsenkirchen | ||
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