IBA-Projekt 019

Landesgartenschau 1996

Objekt:
Landesgartenschau 1996 in Lünen im Seseke Landschaftspark
Adresse:
Stadt Lünen
Bauherr:
Stadt Lünen und Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege e.V. NRW
Architekt:
Büro für Freiraumplanung Schupp und Thiel, Münster
Fläche: 56 Hektar

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Bild 1: Süggelbach gegenwärtig _________Bild 2: Gestaltung der Landschaft durch Alleen

Groborientierung

 

 

Unter den Leitthemen „Wiedergewinn von Landschaft“ und „Zukunftskonzeption bergbaugeschädigter Landschaft“ bietet die Landesgartenschau Lünen die Chance, den Wiederaufbau von Landschaf beispielhaft umzusetzen und diesen Prozeß den Bewohnern und Besuchern der Region wirkungsvoll zu vermitteln. Das 56 Hektar große Gesamtareal reicht von der Lüner Innenstadt über die Stadtteile Gahmen und Lünen-Süd bis nach Horstmar und kann damit wichtige ökologische und soziale Verbindungen zwischen Freiraum und Wohngebiet herstellen.

Die Entwicklung umweltverträglicher und gestalterischer Qualitäten, die die industriell geprägte Landschaft in ihrer Formsprache aufgreift und zukunftsweisend interpretiert, ist für den gesamten Emscher Landschaftspark von grundlegender Bedeutung. Die Lüner Landesgartenschau ist räumlich eingebettet in das Projekt Seseke-Landschaftspark und den Emscher-Parkleitplan.

Die Teilräume
Die Landschaft im Bereich Schwansbell, Weßlingholz und Deponie Schwansbell hat sich zu einem abwechslungsreichen Natur- und Erholungsraum entwickelt, der mit Nachbesserungen, behutsamen Gestaltungsmaßnahmen und Biotopschutz aufgewertet werden kann.
Südlich des Kanals ist die Landschaft durch Bergsenkungen und die damit verbundenen Eindichtungen und Einspundungen geprägt. Hier liegt der Schwerpunkt des Wiedergewinns von Landschaft für freiraumbezogene Erholung auf ausgedehnten multifunktional nutzbaren Flächen.
Die enge Verzahnung mit den Siedlungsbereichen gibt der Aufwertung und Umgestaltung der Landschaft in diesem Rahmen ihre besondere Bedeutung. Diese Landschaft prägt das unmittelbare Wohn- und Lebensumfeld für mehrere tausend Menschen, die damit die Chance für einen neuen Umgang mit Natur, Landschaft und Erholungsraum fast direkt vor der Haustür erhalten.

Ökologische Schwerpunkte werden an drei räumlich verbundenen Projekten entwickelt:
- die Preußenhalde Horstmar und das nördliche Haldenvorland,
- das Wesslingholz mit dem Volkspark Schwansbell und angrenzende Waldbereiche bis hin zur Lippeaue,
- der Seseke-Altarm und die nördlich liegenden Klärschlammteiche des Lippeverbands.
Diese Vorhaben werden über das Ökologieprogramm Emscher-Lippe gefördert.
Im März wurde der Wettbewerb zur Landesgartenschau in Lünen abgeschlossen. Den ersten Preis erhielt das Büro für Freiraumplanung Schupp und Thiel aus Münster für eine gelungene Anpassung einer „Ausstellungslandschaft“ in eine ehemalige Verbrauchslandschaft.

Die Finanzierung der Landesgartenschau ist über Mittel der Stadt, des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft sowie des Ministerium für Stadtentwicklung und Verkehr abgesichert.
Literatur:
IBA Emscher Park, Katalog zum Stand der Projekte, 1993

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