IBA-Projekt 031

Hallenbad - DU - Ruhrort

Objekt:
Hallenbad Ruhrort
Umbau z. Museum der Binnenschffahrt
Architekt :
afa - architektur-fabrik aachen
Ron Bernstein aus Cincinnati
Adresse :
Deichstraße / Apostelstraße
Fertigstellung des Umbaus :
Ende 1996
Projektträger :
Stadt Duisburg
Projektinformationen :
Stadt Duisburg ; Herr Linne,
Tel.: 0203/283-3366 oder
Hochbauamt :
Hr. Stockebrand, Tel.: 0203/283-3334


Ein historisches Schmuckstück aus dem Jugendstil

Eine der beiden Schwimmhallen, die künftig Ausstellungsobjekte wie dieses Schiff aufnehmen wird. Durch die Positionieung im Becken ergeben sich aus den verschiedenen Ebenen des Museums jeweils andere Perspektiven. Durch die Brücke im 1.OG wird die Gallerie zum Rundgang für den Besucher.

Auszug Lageplan

 

 

 

 

Blick auf das Hallenbad u. Kraftwerk

Zur Geschichte
Das Ruhrorter Hallenbad gehört in eine Reihe großer Hallenbäder, die um die Jahrhundertwende, 1908-10 in vielen deutschen Städten entstanden sind.
Bei der Wahl des Bauplatzes legte man großen Wert auf eine zentrale Anbindung. Man entschied sich für ein Grundstück, das durch die beiden neuen Brücken über den Rhein und den Eisenbahnhafen eine verkehrsgünstige Lage erhalten hatte. Die Ausdehnung der Industrie ließ aber diesen Teil von Ruhrort nicht entstehen und führte zu dem außergewöhnlichen Nebeneinander von Badeanstalt und Großkraftwerk.Die Zahl der Badegäste ließ über Jahre so stark nach, daß es sich nicht mehr rentierte, den Badebetrieb aufrecht zuerhalten, so wurde die Badeanstalt 1986 geschlossen.

Das Projekt

Dem Metier Wasser bleibt es aber künftig verbunden. Hier wird das bereits in Duisburg ansässige Museum der Deutschen Binnenschiffahrt seine Pforten öffnen. 2 000 statt 1 200 qm stehen dem Museumsbetrieb damit künftig zur Verfügung.
Den Wettbewerb zum Umbau des Hallenbades hat die afa in Kooperation mit dem Künstler Ron Bernstein für sich entschieden. Im Entwurf der afa bleibt das Gebäude in seiner ursprüng-lichen Struktur erhalten.
Die Errichtung eines Radarturmes paßt sich ebenso ein wie, die Überspannung des Innenhofes mit einem Segel.
Die Radaranlage im Turm erlaubt einen elektronischen Blick auf die vorbeizieh-enden Schiffe.
Die textile Überdachung des Innenhofes emöglicht dessen Nutzung auch bei schlechtem Wetter.
Auf dem Vorplatz ist zu erkennen, wie das Wasser aus dem Hallenbad in Kuben das Gebäude verläßt und einige Gegenstände ebenfalls heraustrans- potiert .
Diese Idee stammt vom beteiligtem Künstler Ron Berstein und stellt den Endpunkt des 'Blauen Weges' dar, der das Innere des Museums durchzieht.

Kriterien für die Umgestaltung

Die denkmalgetreue Wiederherstellung und Restaurierung der Außenhaut und Außenanlagen

- Berücksichtigung der Struktur und Ausstattungsdetails im Innenbereich

- Eine moderne Inszenierung und Gestaltung im Dialog mit der historischen Raumsituation in der Halle.

- Eine kostengünstige Modernisierung über Konzeption, Entwurf u. Bauorganisation.

- Eine energiesparende Haustechnick z.B. modernes Lichtdesing mit niedriegem Energieverbrauch.

- Die Entwicklung des Freigeländes am Eisenbahnhafen in eine Fußgängerverbindung zum Hallenbad.



Nördliche Randzonen Planung
Das Hallenbad wurde von IBA -Lekungsausschuß wegen seiner herausragenden Bedeutung als eigenes IBA -Projekt beschlossen und somit aus dem Projekt Hafenstadtteil Ruhrort besonders herausgehoben.
Wegen der in einigen Bereichen gleichen Zielsetzung, der Ausgestaltung einer Museumskonzeption im Inneren des Museums und im Bereich der Außenexponate im Eisenbahnhafen ist für dieses Projekt eine Arbeitsgemeinschaft a f a / B K R ins Leben gerufen worden.
Dadurch wird gewährleistet, daß sich konzeptionelle Überlegungen aus dem Museunsgebäude im Außenbereich widerspiegeln und umgekehrt.
Die Voraussetzung für die Realisierung der Planungen ist die erfolgte Festlegung der Trassenführung der Umgeh- ungsstrasse, Ruhrort - Meiderich .
Entgegen der ursprünglichen Überle- gungen einer Trasse quer über den Eisenbahnhafen, knickt die Straße nun aus Richtung Meiderich kommend vor dem Kopfende des Eisenbahnhafens in Richtung Friedrichsplatz ab.
Für den Bereich östlich des Eisenbahnhafens bedeutet die Umgehungsstraße eine wesentliche Verbesserung der Wohnsituation an der Eisenbahn-straße, somit wurde aus einer stark befahrenen Straße eine ruhige Anliegerstraße.
Das Gelände zwischen der Eisenbahnstraße und der Trasse der Umgehungsstraße wird im Zuge dieser Maßnahmen als Grünfläche gestaltet.
Es stellt dann eine der größten zusammenhängenden Grünflächen Ruhrorts dar. In Verbindung mit dem Sportplatz und dem Friedhof ergibt sich ein großes Grünareal welches ebenfalls zur

Literatur:
BA-Emscherpark-Katalog'93 Zwischenbericht '95
Strukturwandel in Ruhrort
Stadtplan Duisburg

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