IBA-Projekt 036 | Gewerbepark Zeche Holland | |
| Objekt: Gewerbepark Zeche Holland ,Bochum ... Adresse: Lohrheidestrasse Bochum Wattenscheid Planung / Bauzeit: 1994 Zur Zeit der Recherche (1996), Projektträger: Stadt Bochum Landesentwicklungsgesellschaft NRW (LEG) Grundfläche: 22 Hektar Architektur Wohnungsbau: | Ehemaliger Förderturm der Zeche Holland. | In der Waschkaue.
Innenhof mit den ehemaligen Verwaltungsgebäuden der Zeche. |
![]() Baustellenschild
Lageplan Autobahnabfahrt Wattenscheid - West | Eine 22 Hektar große Zechenbranche, denkmalwerte Bauten, Innenstadtlage:Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche
Holland 3/4/6, einem frühen Werk des Zechenbaumeisters Schupp in Wattenscheid, werden in attraktiver Lage drei
Teilnutzungen entwickelt: Umnutzung der denkmalwerten Gebäude der Zeche zum Technologiezentrum Eco-Textil,Bau eines ökologischen Gewerbeparks für kleinere und mittlere Betriebe,Bau einer Wohnanlage mit Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen. Eco-Textil Kernstück des Gewerbeparks wird das Eco-Textil ,das seinen Sitz im ehemaligen Kauen und Verwaltungsgebäude der Zeche hat. Hier sollen Verfahrenstechniken entwickelt und erprobt werden,um in der Textil- und Bekleidungsindustrie chemiefreier und damit umweltvertäglicher zu arbeiten. Aufgabe der Eco-Textil ist es also, umweltverträgliche Lösungen für die bis heute noch stark vernachlässigten Umweltprobleme der Textilproduktion zu fördern von der Chemiefaser- und Farbenherstellung über die Stoffproduktion und Veredelung bis zur Bekleidungsproduktion und Entsorgung. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung soll helfen, daß Innovationen schneller in die Produktion einfließen. Anfang 1993 gründete sich der Trägerverein Technologiezentrum Eco-Textil unter Vorsitz des Textilfabrikanten Klaus Steilmann. Dem Verein gehören neben der Stadt Bochum und der Steilmanngruppe weitere acht Unternehmen aus den Bereichen Maschienenbau, Chemie, Energie und Fahrzeugbau an. Aufgabe des Vereins ist der Aufbau und die Leitung des Technologiezentrums. Die Architektur für den Umbau der denkmalwerten Zeche wird im Verfahren der Mehrfachbeauftragung ermittelt. Gewerbepark Die Konzeption für den ökologischen Gewerbepark wurde von der Arbeitsgemeinschaft - Boockhoff und Rentrop, Hannover, - Demmel und Mühlbauer, München, - Disch, Freiburg, - Eble und Sambeth, Tübingen und - dt8 Planungsgruppe, Köln entworfen. Für den Gewerbepark stehen 14 Hektar der Gesamtfläche zur Verfügung. Er soll beispielhaft für den sparsamen Umgang mit den Ressourcen Boden, Wasser und Energie sein; umweltverträgliche Baumaterialien, flächensparende Erschließung und dichte Bauformen sind vorgegeben. Es sollen sich vor allem Klein - und Mittelbetriebe ansiedeln , die auf Synergieeffekte zum künftigen Technologiezentrum setzen und von sich aus an ökologischen Bauweisen interessiert sind. Für den konstruktiv und ökonomisch durchdachten Entwurf der Architektengruppe werden gegenwärtig Unternehmen gesucht. Wohnen im Alter Die Mischung von Wohnen und Gewerbe ist ein Ziel der Wohnbebauung auf dem ehemaligen Zechengelände. Es entstehen rund 170 öffentlich geförderte Wohnungen, die altengerecht ausgestattet sind. Eine Wohnanlage für behinderte, pflegebedürftige und ältere Menschen mit 100 Wohnplätzen kommt hinzu. Der baulichen Planung vorausgegangen war ein Arbeitskreis, der eine bessere Bau- und Organisationsform für Pflegeheime aufzeigte, um die persönliche Autonomie bei alten Menschen so lange wie möglich zu erhalten. Das Planungsverfahren für den Wohnungsbau wurde als Mehrfachbeauftragung mit Teams von Architekten und Investoren durchgeführt. Die Jury hat den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Remscheid ( Schwerte)/ Kupchevsky (Dortmund)und Drecker (Kirchhellen) als Grundlage der weiteren Bearbeitung ausgewählt. Die Realisierung erfolgt in zwei Schritten: Für den ersten Abschnitt an der Weststrasse mit 113 Wohnungen ist die Ruhr-Lippe Wohnungsgesellschaft mbh als Bauherrin verantwortlich, für die 60 Wohnungen an der Jahnstrasse die VEBA Wohnen.Das Technologiezentrum öffnet 1994. Der erste Bauabschnitt für die Wohnungen wird Ende 1994 bezugsfertig.Die Erschließung des Gewerbeparks ist im Gang. | |
| Literatur: IBA Emscherpark Katalog zum Stand der Projekte 1993 | ||
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