IBA 044

Handwerkerpark Zeche Zollverein

Objekt:
Zeche Zollverein 3/7/10 Essen
Handwerkerpark, Katernberg-Beisen.
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Grundfläche
3.5 Hektar

Adresse:
Essen-Stoppenberg

Bauherr:
Landesentwicklungsgesellschaft
NRW (LEG)

Betreuung:
Universität Dortmund
Fakultät für Raumplanung

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Hauptansicht auf die Schachtanlage
--------------------------------Häuser des Handwerkerparks

Groborientierung :

Wegbeschreibung
A 43 Abfahrt Essen-Frillendorf , Ampel
rechts, Ermestintnstraße über Bahndamm hinweg bis Kreuzung Essener Straße, rechts bis Hallostraße

Lagebeschreibung
Die zentrale Lage inmitten des Essener Stadtteils Katernberg verleiht dem Handwerkerpark auf dem Gelände der Zeche Zollverein 3/7/10 gute Standortbedingungen für die Ansiedlung stadtteilbezogener Betriebe. Sein Reiz liegt in der Mischung verschiedener gewerblicher und handwerklicher Nutzungen.

Konzept
Industrielle Baudenkmäler und eine großzügige Grüngestaltunng geben dem 3,5 Hektar großen Park eine unverwechselbare Form. Das integrierte Gestaltungskonzept mit viel Park und wenig Erschließungsfläche ist ein Markenzeichen für die Hochwertige Lebens- und Arbeitsqualität dieses Handwerkerparks. Intensive Nutzerbeteiligung und neue Firmen der Qualitätssicherung zeichnen dieses Projekt aus.

Projektbeschreibung
Nach einem Aufruf unter Essener Handwerksbetrieben fand sich eine Gruppe von interessierten Unternehmern , mit denen über die künftige Gestaltung des Handwerkerparks gemeinsam nachgedacht wurde.
So entstand nicht nur ein schlüssiges städtebauliches Konzept, sondern auch ein detailliertes Gestaltungshandbuch, in dem konkrete Festlegenden für die Materialauswahl, Grüngestaltung, Erschließungsqualitäten und Werbeflächengestaltung etc. formuliert sind.Die auf Grundlage des Gestaltungshandbuches erarbeiteten Bauanträge der einzelnen Nutzer werden Bestandteil der Grundstücksverträge und somit auch privatrechtlich gesichert.

Dieses Verfahren wird von den Beteiligten begrüßt, da es eine verläßliche gestalterische und architektonische Qualität im Umfeld garantiert: Die hochwertigen Investitionen und gewerbliche Immobilien werden geschützt und der Bau von „Wellblechhütten“ in direkter Machbarschaft unterbunden.Die ersten Neubauten sind bereits nach diesen Kriterien erstellt. Die nichterhaltenswerten Gebäude der Zechenanlage sind abgerissen der Baugrund für die nächsten Neubauten wird hergerichtet.Parallel dazu wurde Anfang 1993 mit den Erschließungsarbeiten begonnen.Auch die beiden denkmalgeschützten größeren Hallen werden neu genutzt, die künftigen Nutzer sind bereits in die Bauplanung eingebunden.

Funktion und Nutzung
Der inzwischen freigelegte Förderturm soll Zentrum einer Platzes sein, der der Öffentlichkeit, z.B. für Kulturveranstaltungen, zur Verfügung stehen wird.In das ehemalige Pförtnerhaus der Zeche ist der Verein „VorOrt“ eingezogen: Eine Initiative, die im Rahmen von geförderten Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen für Langzeit- Arbeitslose dieses Gebäude saniert und umgebaut hat.


Analyseaspekte
Das Leitprojekt 'Arbeiten im Park'-Modell für einen erfolgreichen Strukturwandel im Ruhrgebiet stellt sichdie Frage, ob die ökologischen und sozialen Qualitätsstandards in der Realisierung durchgehalten werden können . Läßt sich nach einer gewissen Projektlaufzeit feststellen, daß durch Aufwertung weicher Standortfaktoren und mit geeignetenVermarktungsttrategien die Standorte in der Emscherregion im ökonomischen Sinne aufgewertet werden?
Wie wird durch die "Arbeiten im Park"Projekte das endogene Potential der Region verstärkt? - Gibt es über das einzelne Projekt hinaus weitere wichtige Wachstums- und Entwicklungsimpulse für die Strukturentwicklung?

 

 

Quellenangaben:
IBA-Katalog 1995
Das Leitprojekt 'Arbeiten im Park'-Modell für einen erfolgreichen Strukturwandek im Ruhrgebiet des IBA Emscher Park.; von Dipl.ing.Dirk Russ(Projektmitarbeiter)

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