IBA-Projekt 049

Innovationszentrum Herne

Objekt:
Innovatinonszentrum Herne
Adresse:
Westring 303
44629 Herne
Bauherr:
Wirtschaftsförderungs-
gesellschaft Herne mbH
(WfG Herne)
Architekt:
Architektenbüro Nikolic+
Partner, Aachen/Kassel
Planung / Bauzeit:
1988 - 95

Lageplan

Innenansicht / Eingangsbereich

 

 

 

  Eingangsbereich

 

Auf fünf von insgesamt 12 Hektar der ehemaligen Bosch-/Blaupunkt -Werke direkt am Rhein-Herne-Kanal plant die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne (WfG) ein Innovationszentrum mit einem angeschlossenen Technologiepark.

Das Innovationszentrum soll auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern Platz für weitere Unternehmen schaffen, die den wirtschaftlichen Strukturwandel in der Region durch zukunftsträchtige Impulse unterstützen. Die thematischen Arbeitsschwerpunkte des Zentrums werden sich um Automatisierungstechnik, Qualitätssicherungssysteme, technologieorientierte Beratung der Bergbauzulieferbetriebe, Logistik und Simulationstechniken drehen. Mit Service und Betreuung soll der Neubau auch den anderen Entwicklunszentren dienen, die schon oder demnächst im Herner Stadtgebiet existieren ( z.B: Medientechnik, Umwelttechnik). Für das Innovationszentrum liegt ein Entwurf des Architektenbüro Nikolic + Partner, Aachen/ Kassel vor.

Dieser Entwurf ist Resultat eines Realisierungswettbewerbes, der in Abstimmung mit der IBA Emscher Park bereits für die geplante Erweiterung des Technologiezentrums Herne auf dem ehemaligen Zechengelände „Friedrich der Große" erzielt wurde. Die neue Architektur setzt auf umweltfreundliche Materialien , moderne Energiespartechnologien kommen ebenso zum Einsatz wie die Nutzung regenerativer Ener-gien und des Regens als Brauchwasserlieferant .

Der Standort des künftigen Technologiezentrums wird ein bislang nicht benutztes „Vor- ratsgelände“ der Blaupunkt - Werke sein , die sich von dem Gelände insgesamt zurückgezogen und ihre Produktion bereits zu einem beträchtlichen Teil nach Asien verlagert haben. Bosch hat sich mit dem japanischen Unternehmen TDK zu dem neuen Unternehmen BT Magnet-Technologie GmbH (BTMT) zusammengetan und produziert in einer der ehemaligen Bosch/Blaupunkt - Hallen Magnete und Sintermetall. Die anderen Produktionshallen werden vom Unternehmen selbst im Einvernehmen mit der WfG an interessierte Nutzer vermarktet .

Der geplante Technologiepark und das Innovationszentrum orientierten sich an den städtebaulichen Qualitätsanforderungen der IBA-Vorhaben “Arbeiten im Park”. Das BTMT- Gelände soll in diesen Gestal- tungsprozeß mit einbezogen werden .

Mit der Neuordnung des Blaupunktgeländes eröffnet sich zudem die Chance , innerhalb des Emscher Landschaftsparks die Ost-West Durchgängigkeit in diesem Bereich des Rhein - Herne - Kanals zu verbessern und eine Nord-Süd - Verbindung über den Schloßpark Strünkede zu schaffen .
Literatur:
[1] IBA Emscherpark Kongress-Dokumentation, Buchhändler-Vereinigung Gmbh, 1995

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