IBA-Projekt 050

Technologiepark und Zukunftszentrum Herten

Objekt:
Technologiepark und Zukunfts-
zentrum Herten

Bauherr:
Hertener Entwicklungsgesellschaft

Architekt:
Prof. Rüdiger Kramm,
Axel Strigl, Darmstadt


Fertigstellung:
1994


Lageplan


Ansicht Innenhof

 

 


Photovoltaikfassade

Als „Keimzelle eines citynahen Technologieparks wird die Hertener Entwicklungsgesellschaft mbH ein Zukunftszentrum mit den Schwerpunkten Mikrobiologie, Wertstoffrückgewinnung und Entsorgungstechnologie betreiben. Standort ist eine 6,5 Hektar große Fläche in unmittelbarer Nähe der Hertener Innenstadt.

Kerngebiet und erster Abschnitt des zukünftigen Technologieparks ist das Gelände der ehemals hier tätigen Maschinenfabrik Hese, deren Stahlfachwerk-Maschinenhalle aus den 20-er Jahren erhalten bleibt. Hier entsteht der Zentrums-Neubau mit 3.800 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche.

In einem zweiten Abschnitt sollen Umbau und Umnutzung des ehe-maligen Hallenbades aus den 60er Jahren vis-a-vis des Hertener Rat-hauses erfolgen.

Eine Arbeitsgruppe „Entsorgungswirtschaft“ aus dem Dortmunder Fraunhofer Institut für Materialfluß und Logistik wird ins Zukunftszentrum einziehen. In unmittelbarer Nähe befindet sich bereits das Staatliche Amt für Wasser- und Abfallwirschaft (STAWA), das die Infrastruktur ums Zentrum mitnutzen kann.
Die Planungen zum Zukunftszentrum und Technologiepark Herten versprechen einen beachtlichen städtebaulichen Impuls für die Entwicklung der Stadtmitte. In einem Planungsseminar zur Vorbereitung des Ideen- und Realisierungswettbewerbs sind folgende Ziele herausgestellt worden:

* Verflechtung des Zukunftszentrums mit Stadtkern und Rathaus, Bau einer „grünen Achse“ zum Schloßpark

* Einbindung und Herausstellung des in den letzten Jahren eingerichteten Amts für Wasser- und Abfallwirschaft

* Einbeziehung des ehemaligen Hallenbades in das Gesamtkonzept.

Entsprechend dem Thema „ Technologiezentrum“ wurden von den Teilnehmern des beschränkten Realisierungswettbewerbes beson-dere Akzente beim ökologischen
und solaren Bauen erwartet.

Erster Preisträger des Wettbewerbs und mit der weitern Planung beauftragt ist das Büro Kramm/Strigl aus Darmstadt. Die moderne Architektursprache orientiert sich dabei an der inhaltlichen Ausrichtung „ Techno-Park“: dynamisch, flexibel, zukunftsweisend vorrangig in Stahl und Glas. Signifikantes Merkmal des Entwurfs ist ein Gewächshaus und Wintergarten im Kopfbereich des Neubaus, der an der Hauptstraße ein städtebaulichen Zeichen setzt.

Der erste und zweite Bauabschnitt wurden 1994 fertiggestellt.
Literatur:
[1] IBA - Skript

Weiterführende Literatur:
[1] Glasform, Nr. 3 1995, S. 13-16
[2] Baukultur, Sondernr. 1/2, S. 76-77
[3] Leonardo, Nr. 3 1995, S.16-24
[4] DBZ, Nr.3 1996, S. 42
[5] AIT, Sondernr. 3 1995, S. 23-31

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