IBA 051

WOHN- UND TECHNOLOGIEPARK KAMEN

Objekt:
37 Wohnungen
Adresse:
Grullbad / Ecke Bochumer Straße
Bauherr:
Wohnungsgesellschaft Reckling-
hausen
Architektur:
Architektinnen Ursula Ringleben & Christa Reicher

Planung: 1989-1991
Bauzeit: 1991-1994
1. Mai 1994 bezugsfertig
Neubau
Technologie-Park

Förderturm

Wohnen, Arbeiten, Sport, Freizeit- und das alles in einem Park: Diese sonst oft getrennten Funktionen verbindet der geplante „Freizeit-, Wohn- und Technologiepark Monopol“ in Kamen auf einem 34 Hektar großen ehemaligen Zechengelände nahe der Innenstadt. Eine besondere Attraktion ist die Nähe zum Wasser, zur künftig renaturierten Seseke, die den Süden des Geländes durchfließt.
Den neuen Nutzungen und der Gestaltung der ehemaligen Schachtanlage Grillo I/II der Zeche Monopol liegt ein intergriertes Entwicklungskonzept zugrunde. Im zentralen Bereich des geplanten Parks entsteht ein Technologiezentrum und ein Gewerbepark für zukunftsorientierte Produktions- und Dienstleistungsbranchen.

Derzeit werden die ehemaligen Verwaltungsgebäude der Zeche zu einem Gründerzentrum mit 2.500 Quadratmern vermietbaren Büro-, Labor- und Servicräumen umgebaut. Arbeitsschwerpunkte des Gründerzentrums werden sein:
- Spiel-, Sport- und Freizeitgerätetechnik einschließlich Reha-Technik,
- dezentrale Versorgungstechnik,
- Einrichtungstechnik: Inneneinrich tung und „gesundes Wohnen“.
Eine Betreibergesellschaft ist in Gründung.
Für die hochwertige Gestaltung des großen Hofbereichs zeichnet das Büro Prof. Pridik, Marl verantwortlich. Der denkmalwerte Förderturm wird in das Konzept intergriert.
m östlichen Teil des Geländes werden kostengünstige und stadtnahe Wohnungen für Mieter und Eigentümer mit unterschiedlichem Finanzrahmen gebaut. Sport- und Freitzeitanlagen mit Sand- und Rasenflächen, Rodelhügel sowie weiträumigen Tennisanlagen verbinden die unterschiedlichen Nutzungen miteinander.
Für den Bau von ca.200 neuen Wohnungen auf 6,5 Hektar Gesamtfläche wurde ein beschränkter Realisierungswettbewerb unter dem Motto „Gartenstadt Seseke-Aue“ ausgelobt. Gefragt waren Entwürfe für die städtebaulich-architektonische Gestaltung der Fläche, Vorschläge zum ökologischen Bauen und die Entwicklung von Wohnungen, die sich den veränderten Ansprüchen des Wohnens anpassen. Hier soll eine Siedlung „aus einem Guß“ entstehen - analog zu den städtebaulichen Vorbildern der Gartenstadt-Siedlungen im Ruhrgebiet.
Der erste Spatenstich für die Gartenstadt Seseke-Aue soll im Sommer 1993 erfolgen. An der Aufbereitung und Modellierung des Geländes wird bereits gearbeitet.
Der naturnahe Umbau des Abwassersystems der Seseke, die im Süden das Monopol-Gelände passiert, ist ein wichtiger ökologischer Baustein zur Entwicklung des Emscher Landschaftsparks im östlichen Teil der Emscher Region.
Grundfläche:
4.000 Hektar

Literatur:
IBA Emscher Park-Katalog zum Stand
der Projekte 1993
Quellen:
Architekt (Stuttgart), Nr.8, S. 424,1994

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© Konzept 1994-1996 FH Bochum FB Architektur © Vorlagen IBA-Emscherpark © Layout: stud.arch. Pham Ngoc Minh