IBA-Projekt 053 | Medienpark Osterfeld - HDO | |
| Objekt: Medienpark Osterfeld-HDO Adresse: Vestische Strasse 45 46117 OBERHAUSEN Bauherr: Stadt Oberhausen Architekt: Baugesellschaft Heine Dipl. Ing. W. Gliß Planung / Bauzeit: 1993-96. | Modellfoto | |
![]() Groborientierung
| Mit einem Investitionsvolumen von 133 Mio. DM, zu rund 80 Prozent gefördert vom Land NRW, entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Oberhausen-Osterfeld bis 1996 ein in Europa einzigartiges Produktionszentrum für hochauflösende digitale Film- und Fernsehbearbeitung. Die Gesellschaft High Definition Oberhausen - HDO - arbeitet dabei mit der Betreibergesellschaft - HDA - zusammen, die auch die notwendigen restlichen Eigenmittel aufbringt. Während sich die HDO Besitz GmbH, hundertprozentige Eigentümerin ist die Stadt Oberhausen, als Bauherr auf die investiven Maßnahmen, insbesondere Planung, Bau und Inbetriebnahme des neuen Produktionszentrums konzentriert, werden die Studios und die Technik an die Betreibergesellschaft vermietet. Unmittelbar am Standort Oberhausen werden ca. 100 Arbeitsplätze geschaffen, darüberhinaus sollen nach Inbetriebnahme des Produktionszentrums in Deutschland weitere 500 Arbeitsplätze entstehen. Im Mittelpunkt der Investitionen steht die digitale Produktion. Aufwendige special effects wie in Jurassic Park und Terminator 2, die man bisher nur aus Hollywood kannte, werden zum alltäglichenArbeitsablauf des digitalen Filmzentrums in Oberhausen gehören. Herzstück des neuen Produktionszentrums ist das zentrale Rechenzentrum, dem sämtliche gängigen Animations- und 3-D Softwareprogramme für die diversen Produktbereiche und -anwendungen eingespeist sind.Die Bandbreite dieses Angebotes ermöglicht eine bisher nicht gekannte Flexibilität sowie kreative Entfaltungsmöglichkeiten. Der Anwenderkreis muß keineswegs nur auf die Filmindustrie begrenzt sein; aufwendige 3-D Animationen, z. B. für Architekturbüros oder Industriedesign, sind ebenfalls möglich. HDO vereinigt künftig die drei Kernbereiche Produktion, Schulung und Forschung in einem Komplex. Die digitale Bildbearbeitung ist speziell für solche Produktionen geeignet, die ein hohes Maß an Trick- und Effekttechnik bzw. andere Bildmanipulationen aufweisen. Typische Beispiele sind Science Fiction- und Fantasy-Programme, die die Palette an Computertechnologie für imaginäre Darstellungen beanspruchen. Die HDTV-Technologie bedient vorrangig hochwertige Studiofilm- und Fernsehproduktionen. Wahlweise kann direkt auf HDTV-MAZen aufgezeichnet oder ein alternatives Ursprungsmaterial umkopiert werden. Dritte Produktionsweise ist die traditionelle 35 mm-Filmkopie-Bearbeitung mit dem Schneidetisch. High Definition Oberhausen versteht sich nicht nur als innovatives Produktionszentrum, sondern gleichzeitig als Ausbildungsstätte für moderne Filmbearbeitungstechnologien. Mit der wachsenden Bedeutung digitaler und computerisierter Filmbearbeitung nimmt auch die Notwendigkeit zu, moderne Technologien weiterzuentwickeln und anwenderfreundlicher anzubieten. In Zusammenarbeit mit anderen Studios im In- und Ausland wird HDO diese Forschung vorantreiben. Zwei Schwerpunkte werden die computererstellte Zeichentrickanimation und die Weiterentwicklung der Motion-Capture Animation sein, einer Technologie, die es ermöglicht, menschliche Bewegungsabläufe per Computer naturgetreu zu erfassen und auf andere Körper zu übertragen. Das Produktionszentrum steht in städtebaulichem Zusammenhang mit dem Centro und der Landesgartenschau 1999 auf dem Gelände nördlich des Kanals. | |
| Literatur: Infos der ausführenden Firma, außerdem Katalog der IBA[ | ||
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