IBA-Projekt 060

Prosper III

Projektträger:
Stadt Bottrop, Montangrundstücks-Gesellschaft (MGG)
Grundfläche:
26 Hektar
Wohneinheiten:
ca. 430

Architektur:
Städtebau und Gründerzentrum:
Architektur- und Planungsbüro Klaus Trojan und Verena Trojan, Darmstadt;
Wohnungsbau Rheinstahlstraße:
Franz Oswald, Bern;
Wohnungsbau Beckheide:
Büro Tegnestuen Vandkunsten, Kopenhagen
Landschaftsgestaltung:
Planungsgruppe Landschaftsarchitektur und Ökologie Schmelzer und Bezzenberger, Stuttgart

Blick auf die Wohnsiedlungen
Lageplan

 

 

Nahversorgungszentrum

80 Jahre lang hat die Zeche Prosper III in unmittelbarer Nähe der Bottroper City das Bild der Stadt geprägt und ihre Entwicklung entscheidend beeinflußt.
1986 wurde die Schachtanlage stillgelegt und abgerissen. Die Reaktivierung der 26 Hektar großen Brachfläche im Herzen von Bottrop ist ein bedeutender Impuls für die zukünftige Stadtentwicklung. Als „Prosper- Viertel“ geht das ehemalige Zechengelände einer neuen Bestimmung entgegen.

Städtebauliche Grundlage für die Planungen auf Prosper III ist das Ergebnis eines internationalen Wettbewerbs, der im Sommer 1990 stattfand. Mit der Umsetzung der städtebaulichen , architektonischen und ökologischen Qualitäten in den drei Teilvorhaben - Wohnungsbau, Gewerbe, Park wurden Preisträger dieses Wettbewerbs beauftragt.

Wohnungsbau
Insgesamt werden auf Prosper III rund 430 neue Wohnungen für mehr als 1.000 Menschen entstehen: 246 Mietwohnungen in dreigeschossiger Bauweise an der Rheinstahlstraße (Architekt Franz Oswald, Bern) und ca. 120 zweigeschossige Reihen - und Doppelhäuser an der Beckheide (Architektengruppe Tegnestuen Vandkunsten, Kopenhagen).

Ergänzt werden die neuen Siedlungsbereiche durch ein Modell „Betreutes Altenwohnen“ mit Pflegeeinrichtungen und Sozialstation, einer Kindertagesstätte und weiteren Einzelwohnungen im gewerblichen Bereich.
Die beiden erhaltenen Torhäuser der Zeche sind restauiert und werden künftig als Informationsbüro und Begegnungsstätte genutzt. Die alte Zechenmauer bleibt eben falls erhalten.

Gewerbe
Auf ca. 6 Hektar der Gesamtfläche sind an der Gladbecker straße Flächen für Gewerbeansiedlung und an der Rheinstahlstraße ein öffentlicher Bereich für Mischnutzungen vorgesehen.

Kern des Gewerbebereichs wird ein Gründerzentrum für 10 bis 15 Handwerksbetriebe sein. Für den Entwurf des Gründerzentrums zeichnet das Darmstädter Büro Trojan + Trojan veranwortlich. Dazu kommen Fachmarktbetriebe, eine Regionalverwaltung des Rheinisch Westfälischen Wasserwerks sowie Geschäfts- und Büroflächen für private und öffentliche Nutzungen.
Im Eingangsbereich des ehemaligen Zechenareals ist ein Nahversorgungszentrum mit Läden, Arztpraxen und Wohnungen geplant. Hierfür läuft ein beschränkter Realisierungswettbewerb.

Park
Mittelpunkt des neuen „Prosper-Viertels“ wird der Prosper-Park sein: ein 11 Hektar großer Grün- und Freiraum, der von der Landschaftsplanergruppe Schmelzer und Bezzenberger aus Stuttgart gestaltet wird.

Mit den Erschließungsarbeiten auf dem Gelände und den Bauten im Gewerbebereich wurde 1992 begonnen, der Bau der 246 Wohnungen an der Rheinstahlstraße soll ab Sommer 1993 erfolgen. Durch die zeitgleiche Bearbeitung der unterschiedlichen Planungsebenen und Investitionsbausteine werden die weiteren Maßnahmen 1994/95 erfolgen können.
Literaturverzeichnis:
IBA- Projekt- Katalog, Frühjahr 1993

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