IBA-Projekt 063

Hafenstadtteil Duisburg, Ruhrort

Objekt:
Hafenstadt Ruhrort, Duisburg
Adresse:
Duisburg, Ruhrort
Projektträger:
Stadt Duisburg)
Planung:
bis Ende 1996
Planung / Bauzeit:
1991- 1996

H a f e n s t a d t t e i l R u h r o r t

1 Südliche Randzone

2 Nördliche Randzone

3 Historischer Ortskern

Autobahnanschluß

Stadtplan

Werfthafen

 

Der Hafenstadtteil Ruhrort, Duisburg, liegt im Herzen des Duisburger Stadtgebiets an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Im Rahmen einer integriertentadtteientwicklung sollen die Qualitäten des historischen Ortskerns und seine spezifische Hafenatmosphäre stärker herausgearbeitet werden. Ruhrort, das ist die ehemalige Altstadt und als zentraler Bereich die sogenannte Neustadt. Sie ist der eigentlich historische Ortskern von Ruhrort. Obwohl das Ortsbild heute geschlossen wirkt, gibt es keine einheitliche Bebauung: der Stadtteil ist víelmehr Abbild einer sich laufend erneuernden Stadt mit einer Mischung von Baustilen und Bauten der letzten 100 Jahre, darunter einige historische „Schätzchen“. Zentrale Erneuerungsbereiche in Ruhrort sind heute die nördlichen und südlichen Randzonen des Stadtteils, die mit der Entwicklung des Ortskerns nicht Schritt gehalten haben.
Die Handlungsfelder mit Schwerpunkt auf den Randbereichen:

1.Der historischen Ortskern
Das historischen Stadtbild wird durch verschiedene denkmalpflegerische Maßnahmen
herausgearbeitet. Kleinteilige Aufgaben der Stadterneuerung, die Wohnum- feldverbesserungen, Platz-und Fassadengestaltung sowie kleinere Neubauprojekt, sind bereits weit fortgeschritten.Die werden durch ein Verkehrskonzept zur Entlastung des Ortskerns vom ruhenden und fließenden Verkehr ergänzt.
Die in Duisburg ansässige Firma Haniel errichtet hier eine Fortbildungsakademie und ein
Gästehaus in moderner Architektursprache, Für dieses wirtschaftlich und städtebaulich wichtige Vorhaben wurde vom Unternehmen bereits 1990 ein beschränkter Wettbewerb durchgeführt ( Preisträger: Architekturbüro Eller Maier Walter KG, Architekten + Ingenieure, Düsseldorf ). Die Gebäude werden im Sommer 1993 fertiggestellt und bezogen.

2. Die nördliche Randzone
Kernstück der Entwichklung „Nördliche Randzone „ ist der Umbau des
denkmalgeschützten ehemaligen Hallenbads in Ruhrort zum Museum der Deutschen Binnenschiffahrt.

Für die Gestaltung der Innenräume wurde ein beschränkter Wettbewerb für Architekten und
Künstler im Team ausgebaut. Baubeginn ist Herbst 1993.Der ehemalige Eisenbahnhafen wird zum Musuems- und Yachthafen ausgebaut.

3. Die südliche Randzone
Das seit Jahren leerstehende denkmalwerte „Tausend- Fenster- Haus“- ein stadtbildprägender, kompakter 20er- Jahre- Bau - soll instandgesetzt, renoviert und für Bürozwecke umgenutzt werden.Für verschieden Baulücken und wenig genutzte ‘Grundstücke in der Umgebund des „Tausend- Fenster-Hauses“ werden in Zusammenarbeit mit Imvestoren Nutzungskonzepte entwickelt und kleinere Wettbewerbsverfahren vorbereitet. Für den Erweiterungbau der Firma Kore wurde ein solches Planungsverfahren bereits im Frühjahr 1991 abgeschlossen.

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt in der südlichen Randzone wird das Gebiet um den Werft- und Bunkerhafen sein. „Bestandsorientierte Gewerbeumfeldverbesserung“ heißt hier der Arbeitsansatz, um ein verbessertes Angebot an hafengebundenen Dienstleistungen zu erreichen.

Am Rande von Ruhort liegt der Freihafen. Die Architektur der Hallen wurde in Zusammenarbeit mit der IBA Emscher Park verbessert. Das gesamte Projekt „Hafenstadtteil Ruhrort“ wird seit Anfang 1990 durch den „Gesprächskreis Ruhrort“ als Forum intensiver Bürgerbeteiligung begleitet.

 

Literatur:
[1] IBA Projekt, Hafenstadtteil Ruhrort (zu erhalten im Schifffahrtsmuseum Duisburg)

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