IBA-Projekt 069

Siedlung Schüngelberg, Gelsenkirchen

Objekt:

Adresse: Siedlung Schüngelberg,
Gelsenkirchen

Bauherr:
Stadt Gelsenkirchen,
Treuhandstelle für
Bergmannswohnstätten (THS), Ruhrkohle AG

Architekt:
Büro Rolf Keller, Schweiz

Bestand:
300 Wohnungen

Neubau:
200 Wohnungen

 

 

 

 

Wohnstandort Siedlung Schüngelberg - hinter dem schlichten Projekttitel verbirgt sich ein komplexes Stadterneuerungspaket: Denkmalgerechte Bestandserneureung, ergänzender Neubau sowie eine städtebauliche und landschaftliche Umfeldverbesserung sind die Aufgaben, die die am Rande von Gelsenkirchen-Buer gelegene und lange Zeit vernachlässigte Bergarbeitersiedlung wieder attraktiv und lebenswert machen sollen.
In der Siedlung Schüngelberg sind seit rund 90 Jahren viele der auf der angrenzenden Zeche Hugo beschäftigten Bergleute ein zuhause - Deutsche und Türken. Ihre Wohnsituation wird sich mit der bereits laufenden denkmalgerechten Modernisierungs der Wohnungen entscheidend verbessern.
Aber auch die "alten" Mieter profitieren von den zahlreichen Neuerungen: Der geplante Neubau von 200 Wohnungen schafft mehr Wohnraum und bringt neue architektonische und städtebauliche Qualitäten in die Siedlung, die künstlerische Gestaltung der Halde Rungenberg ermöglicht attraktive Freizeitbeschäftigungen und öffnet die Siedlung zur Landschaft, die Umgestltung des Abwasserkanals "Lanferbach" und der Umgang mit
Regenwasser verbessert die gesamtökologische Situation in der Siedlung.


Denkmalgerechte Erneuerung

Die zwischen 1897 und 1916 erbaute Siedlung Schüngelberg mit über 300 Wohnungen ist ein herausragendes Beispiel für die städtebaulichen und gestalterischen Qualitäten des Arbeitersiedlungsumbaus im Ruhrgebiet: ein homogenes Siedlungsbild mit individuell gestalteten Häusern, intensiv genutzte Gartenhöfe, Lauben, Ställe, die harmonische Gestalt der öffentlichen Räume und die sozialen Qualitäten des preiswerten Wohnens in "Haus und Garten".

Ergänzender Neubau

Auf den "Schüngelberg", einer ca. 7 Hektar großen Freifläche innerhalb der historischen Siedlung, werden die ca. 200 neuen Bergarbeiterwohnungen entstehen. Schon 1916 sah ein Gesamtentwurf des Zechenbaumeisters Wilhelm Johow hier Wohnungsbau vor, der aus wirtschaftlichen Gründen nicht umgesetzt wurde. 74 Jahre später, 1990, wurde in einem städtebaulichen Wettbewerb die planerische Grundlage für diesen ergänzenden Teil der Schüngelbergsiedlung ermittelt.
Die architektonischen und städtebaulichen Entwürfe des preisgerönten Schweizer Architekten Rolf Keller für Straßen, Plätze, die ein- bis dreigeschossigen Reihenhäuser, einen Kindergarten und Gemeinschaftsanlagen dokumentieren zeitgemäßes Bauen, greifen aber die hohe städtebauliche Situation der alten Siedlung auf: Wohnen im Haus mit eigenem Eingang, Garten und Schuppen, differenzierte Gestaltung der Einzelhäuser, enge, durch Vorgärten oder Hecken begrnzte Straßenräume, ausreichend nutzbares Grün- und Gartenland.Die architektonischen und städtebaulichen Entwürfe des preisgerönten Schweizer Architekten Rolf Keller für Straßen, Plätze, die ein- bis dreigeschossigen Reihenhäuser, einen Kindergarten und Gemeinschaftsanlagen dokumentieren zeitgemäßes Bauen, greifen aber die hohe städtebauliche Situation der alten Siedlung auf: Wohnen im Haus mit eigenem Eingang, Garten und Schuppen, differenzierte Gestaltung der Einzelhäuser, enge, durch Vorgärten oder Hecken begrnzte Straßenräume, ausreichend nutzbares Grün- und Gartenland.


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