| Objekt: Adresse: Siedlung Schüngelberg,
Gelsenkirchen
Bauherr: Stadt Gelsenkirchen,
Treuhandstelle für
Bergmannswohnstätten (THS),
Ruhrkohle AG
Architekt: Büro Rolf Keller, Schweiz
Bestand: 300 Wohnungen
Neubau: 200 Wohnungen
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| Wohnstandort Siedlung Schüngelberg - hinter dem schlichten Projekttitel verbirgt
sich ein komplexes Stadterneuerungspaket: Denkmalgerechte Bestandserneureung,
ergänzender Neubau sowie eine städtebauliche und landschaftliche
Umfeldverbesserung sind die Aufgaben, die die am Rande von Gelsenkirchen-Buer
gelegene und lange Zeit vernachlässigte Bergarbeitersiedlung wieder attraktiv und
lebenswert machen sollen.
In der Siedlung Schüngelberg sind seit rund 90 Jahren viele der auf der angrenzenden
Zeche Hugo beschäftigten Bergleute ein zuhause - Deutsche und Türken. Ihre
Wohnsituation wird sich mit der bereits laufenden denkmalgerechten
Modernisierungs der Wohnungen entscheidend verbessern.
Aber auch die "alten" Mieter profitieren von den zahlreichen Neuerungen: Der
geplante Neubau von 200 Wohnungen schafft mehr Wohnraum und bringt neue
architektonische und städtebauliche Qualitäten in die Siedlung, die künstlerische
Gestaltung der Halde Rungenberg ermöglicht attraktive Freizeitbeschäftigungen und
öffnet die Siedlung zur Landschaft, die Umgestltung des Abwasserkanals
"Lanferbach" und der Umgang mit
Regenwasser verbessert die gesamtökologische Situation in der Siedlung.
Denkmalgerechte Erneuerung
Die zwischen 1897 und 1916 erbaute Siedlung Schüngelberg mit über 300
Wohnungen ist ein herausragendes Beispiel für die städtebaulichen und
gestalterischen Qualitäten des Arbeitersiedlungsumbaus im Ruhrgebiet: ein
homogenes Siedlungsbild mit individuell gestalteten Häusern, intensiv genutzte
Gartenhöfe, Lauben, Ställe, die harmonische Gestalt der öffentlichen Räume und die
sozialen Qualitäten des preiswerten Wohnens in "Haus und Garten".
Ergänzender Neubau
Auf den "Schüngelberg", einer ca. 7 Hektar großen Freifläche innerhalb der
historischen Siedlung, werden die ca. 200 neuen Bergarbeiterwohnungen entstehen.
Schon 1916 sah ein Gesamtentwurf des Zechenbaumeisters Wilhelm Johow hier
Wohnungsbau vor, der aus wirtschaftlichen Gründen nicht umgesetzt wurde. 74
Jahre später, 1990, wurde in einem städtebaulichen Wettbewerb die planerische
Grundlage für diesen ergänzenden Teil der Schüngelbergsiedlung ermittelt.
Die architektonischen und städtebaulichen Entwürfe des preisgerönten Schweizer
Architekten Rolf Keller für Straßen, Plätze, die ein- bis dreigeschossigen
Reihenhäuser, einen Kindergarten und Gemeinschaftsanlagen dokumentieren
zeitgemäßes Bauen, greifen aber die hohe städtebauliche Situation der alten Siedlung
auf: Wohnen im Haus mit eigenem Eingang, Garten und Schuppen, differenzierte
Gestaltung der Einzelhäuser, enge, durch Vorgärten oder Hecken begrnzte
Straßenräume, ausreichend nutzbares Grün- und Gartenland.Die architektonischen
und städtebaulichen Entwürfe des preisgerönten Schweizer Architekten Rolf Keller
für Straßen, Plätze, die ein- bis dreigeschossigen Reihenhäuser, einen Kindergarten
und Gemeinschaftsanlagen dokumentieren zeitgemäßes Bauen, greifen aber die hohe
städtebauliche Situation der alten Siedlung auf: Wohnen im Haus mit eigenem
Eingang, Garten und Schuppen, differenzierte Gestaltung der Einzelhäuser, enge,
durch Vorgärten oder Hecken begrnzte Straßenräume, ausreichend nutzbares Grün-
und Gartenland.
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