Objekt:
Stadtteilzentrum und Fortbildungsakademie
Adresse:
Herne-Sodingen
Bauherr:
Stadt Herne, Innenminister des Landes NRW,
Montan-Grund- stücksgesellschaft (MGG)
Architekt:
vBüro Jourda et Perraudin, Lyon
Planung:
Kunibert Wachten
Baubeginn:
z.Zt. noch nicht erfolgt
| Modellfoto des Gesamtprojektes
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Groborientierung
| Das Projekt:
Ein kleines Versorgungszentrum für den Stadtteil, neue Wohnungen nach dem Modell der Gartenstadt, eine
Aufwertung des bestehenden Gewerbegebietes, ein großer Park auf dem ehemaligen Zechengelände, der
Verbindungen zu den umgebenden Grünräumen aufnimmt und die Fortbildungsakademie des Innenministeriums
inmitten des Parks mit attraktiven Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich.Die wesentlichen Inhalte:
Abrundung der Sodinger Einzelhandelsstruktur und Verbesserung des Dienstleistungsangebotes im Stadtbezirk durch
eine öffentliche Begegnungsstätte mit Dienstleistungszentrum/ Bürger-Serviceeinrichtung und einen
wettergeschützten "Bürgermarkt", der die Bezirksvertretung aufnimmt und Raum für Veranstaltungen und Feste
bietet. Ergänzung vorhandener Wohnsiedlungen und Wohnanlagen durch den Bau einer Siedlung mit ca. 100 - 150
neuen Wohnungen, die die städtebauliche und
architektonische Tradition der Gartenstadt aufgreift und mit ökologischen Baustandards verbindet.Fortsetzung der
Wohnumfeldverbesserung und städtebaulichen Erneuerung imOrtsteil Sodingen sowie Aktivitäten zur
Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit.
Gewerbeumfeldverbesserung und städtebauliche Integration des Gewerbegebietes im nördlichen
Planungsbereich.
Neubau einer Fortbildungsakademie des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen mit herausragenden
städtebaulichen und architektonischen Qualitäten unter dem besonderen Gesichtspunkt "Solares Bauen". Planerische
Grundlage sind die Ergebnisse eines Realisierungswettbewerbs unter Beteiligung angesehender Architekten und
Landschaftsplaner aus dem In- und Ausland.
Im Rahmen eines einwöchigen Entwurfsseminars, an dem sich Städtebauer, Architekten und Landschaftsplaner
beteiligten, wurden die Grundzüge eines städtebaulichen Rahmenkonzepts erarbeitet, das durch die Projektbeteiligten
verabschiedet wurde. Die beiden ersten Preisträger, das französische Büro Jourda et Perraudin, Lyon und die
Münchener Architekten Krug & Partner, wurden mit der Überarbeitung und Konkretisierung ihrer Entwürfe
beauftragt. Im April 1992 fiel dann die Entscheidung der Jury eindeutig zugunsten des Teams um die Architekten
Jourda et Perraudin und den Landschaftsarchitekten Peter Latz.
Mit dem prämierten Entwurf wurde eine innovative und unkonventionelle Architektur und eine sensible Gestaltung
der Landschaft gewürdigt. Prinzip der Architektur ist es, die Gebäude der Akademie als herausragenden Ort im Park
mit zwei Hüllen zu umschließen: die Außenhaut aus Glas, die innere "Raumhülle" aus Holz.
Hier entstehen neue Raum- und Erlebnisqualitäten, die energetisch-klimatische Vorteile mit geringem Technikeinsatz
möglich machen.Die künftigen Nutzerinnen und Nutzer haben fast das ganze Jahr die Möglichkeit, die vom Glas
überdachten Flächen in Ergänzung zu ihren Seminar- und Freizeitbereichen zu nutzen.
Quellen:
- IBA Programmkatalog
- Glasforum 3/95 S. 27-30
- Arch-plus 126/95 S. 48-49
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