IBA-Projekt 072

Fortbildungsakademie Herne-Sodingen

Objekt:
Stadtteilzentrum und Fortbildungsakademie

Adresse:
Herne-Sodingen

Bauherr:
Stadt Herne, Innenminister des Landes NRW, Montan-Grund- stücksgesellschaft (MGG)

Architekt:
vBüro Jourda et Perraudin, Lyon

Planung:
Kunibert Wachten

Baubeginn:
z.Zt. noch nicht erfolgt

Modellfoto des Gesamtprojektes

Groborientierung

Das Projekt:
Ein kleines Versorgungszentrum für den Stadtteil, neue Wohnungen nach dem Modell der Gartenstadt, eine Aufwertung des bestehenden Gewerbegebietes, ein großer Park auf dem ehemaligen Zechengelände, der Verbindungen zu den umgebenden Grünräumen aufnimmt und die Fortbildungsakademie des Innenministeriums inmitten des Parks mit attraktiven Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich.

Die wesentlichen Inhalte:
Abrundung der Sodinger Einzelhandelsstruktur und Verbesserung des Dienstleistungsangebotes im Stadtbezirk durch eine öffentliche Begegnungsstätte mit Dienstleistungszentrum/ Bürger-Serviceeinrichtung und einen wettergeschützten "Bürgermarkt", der die Bezirksvertretung aufnimmt und Raum für Veranstaltungen und Feste bietet. Ergänzung vorhandener Wohnsiedlungen und Wohnanlagen durch den Bau einer Siedlung mit ca. 100 - 150 neuen Wohnungen, die die städtebauliche und
architektonische Tradition der Gartenstadt aufgreift und mit ökologischen Baustandards verbindet.Fortsetzung der Wohnumfeldverbesserung und städtebaulichen Erneuerung imOrtsteil Sodingen sowie Aktivitäten zur Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit.


Gewerbeumfeldverbesserung und städtebauliche Integration des Gewerbegebietes im nördlichen Planungsbereich.
Neubau einer Fortbildungsakademie des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen mit herausragenden städtebaulichen und architektonischen Qualitäten unter dem besonderen Gesichtspunkt "Solares Bauen". Planerische Grundlage sind die Ergebnisse eines Realisierungswettbewerbs unter Beteiligung angesehender Architekten und Landschaftsplaner aus dem In- und Ausland.
Im Rahmen eines einwöchigen Entwurfsseminars, an dem sich Städtebauer, Architekten und Landschaftsplaner beteiligten, wurden die Grundzüge eines städtebaulichen Rahmenkonzepts erarbeitet, das durch die Projektbeteiligten verabschiedet wurde. Die beiden ersten Preisträger, das französische Büro Jourda et Perraudin, Lyon und die Münchener Architekten Krug & Partner, wurden mit der Überarbeitung und Konkretisierung ihrer Entwürfe beauftragt. Im April 1992 fiel dann die Entscheidung der Jury eindeutig zugunsten des Teams um die Architekten Jourda et Perraudin und den Landschaftsarchitekten Peter Latz.
Mit dem prämierten Entwurf wurde eine innovative und unkonventionelle Architektur und eine sensible Gestaltung der Landschaft gewürdigt. Prinzip der Architektur ist es, die Gebäude der Akademie als herausragenden Ort im Park mit zwei Hüllen zu umschließen: die Außenhaut aus Glas, die innere "Raumhülle" aus Holz.

Hier entstehen neue Raum- und Erlebnisqualitäten, die energetisch-klimatische Vorteile mit geringem Technikeinsatz möglich machen.Die künftigen Nutzerinnen und Nutzer haben fast das ganze Jahr die Möglichkeit, die vom Glas überdachten Flächen in Ergänzung zu ihren Seminar- und Freizeitbereichen zu nutzen.




Quellen:
- IBA Programmkatalog
- Glasforum 3/95 S. 27-30
- Arch-plus 126/95 S. 48-49


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