IBA-Projekt

Gasometer Oberhausen

Objekt:
Gasometer, Oberhausen

Bauherr:
Entwicklungsgesellschaft
Oberhausen

Generalunternehmer:
Deutsche Babcock
Bereich Stahlbau, Oberhausen

Aufzug:
Thyssen Aufzüge GmbH, Essen

Schnitt durch den Gasometer 

 

   

Zufahrts-Skizze  

Der Gasometer wurde 1928/29 auf dem damaligen Gelände der Gutehoffnungshütte gebaut. Er ist der größte Gasbehälter Europas und der 2 größte der Welt. Er besitzt ein Speichervolumen von 350.000 m^3, bei einer Höhe von 117m und einem Durchmesser von 67m.
Seine Aufgabe bestand darin, mit dem gespeicherten Gichtgas das Stahlwerk der Gutehoffnungshütte zu speisen. Ende der 80er Jahre plante der damalige Besitzer, die Ruhrkohle AG, den Gasometer abzureißen. Doch nach einem langen zähen Kampf siegten die Gegner des Abrißes und der Gasometer wurde unter Denkmalschutz gestellt.
Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Emscher Park, wurde der Gasbehälter dann in eine Ausstellungshalle mit Aussichtsplattform umgebaut, welche 1994 mit der Ausstellung „Feuer und Flamme“ eröffnet wurde.Als außergewöhnlicher Ausstellungsort ist das gigantische Industriedenkmal ein Symbol für den Strukturwandel im Ruhrgebiet und mittlerweile das Wahrzeichen der Stadt Oberhausen.
Im Innern besitzt der Gasometer eine Scheibe, welche ursprünglich bis auf eine Höhe von 100 m verfahrbar war. Diese Scheibe "schwebte" auf dem Gas und hielt es so unter gleichbleibenden Druck. Beim Umbau des Gasometers, wurde die Gasdruckscheibe am Zylindermantel und durch Zwischenstüt-zen, auf einer Höhe von ca. 4 m fixiert.
Ihr Boden und die darüber liegende Versteifungskonstruktion, wurden mit mehreren Plattformen ausgestattet, so daß zwei weitere Ausstellungsebenen entstanden. Als unterste der drei Ausstellungsflächen dient der ursprüngliche Boden des 24-eckigen Gasgroßbehälters.
Auf dem Dach des Gasometers, in 110 m Höhe, wurden 3 Aussichtsplattformen montiert, welche einen Rundblick über die Umgebung des Gasometers und des näheren Ruhrgebiets ermöglichen. Man erreicht die Plattformen über einen innenliegenden verglasten Aufzug, der einem die wahre Höhe, des Gasometers, erst richtig vermittelt. Zur äußeren Erschließung des Gasometers gibt es einen Sicherheitsaufzug und eine den Aufzug umlaufende Außentreppe. Die Treppe gehört mit einer Höhe von 114,9 m und 616 Stufen zu den größten Industrietreppen der Welt.

 

 

 

Öffnungszeiten
täglich von 10.00-20.00 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene 10,- DM / 7,- DM (ermäßigt)
Familien 20,- DM
Schulklassen 4,- DM pro Person
Gruppen (ab 15 Personen) 7,- DM pro Person

Literatur:
Stahlbauten im Ruhrgebiet
Dipl.-Ing. K.Idelberger

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