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Ruhrverband Essen

Objekt: 
 Ruhrverband Essen 
 
Adresse
 Kronprinzenstraße 
 45128 Essen 

Bauherr:  
 Ruhrverband Essen 

Architekt: 
 XSP Planung GmbH 
 Architekten BDA 

Projektleitung: 
 Guido Hartmann 

Planung / Bauzeit: 
 1992-94 

Quelle: 
 DBZ, November 1995 

 
 
Grob-Orientierung 

 
Lageplan 

 
Luftbild 

 
Treppenhaus 

Erweiterung des Ruhrverbandes in Essen 

Die Aufgabe der Architekten bestand darin, das von Erich Mendelsohn erbaute Backsteingebäude von 1927 zu erweitern. Der L-förmige Neubau des Ruhrverbandes Essen wurde durch ein Glastreppenhaus mit dem Altbau verbunden. Durch die Ausbildung eines runden, von den Gebäudeflügeln solitärartig abgelösten Baukörpers erhält die Gebäudeecke eine besondere Betonung. Die Rotunde, mit markanter Blickwirkung aus Richtung Stadt, bildet das 'Scharnier' zwischen den beiden Gebäudeflügeln und beinhaltet die zentralen vertikalen Erschließungsfunktionen sowie im Erdgeschoß die Verknüpfung von Hof- und Straßenseite durch ein helles, zweigeschossiges Foyer mit beidseitigen Zugängen. Der Baukomplex hat fünf Vollgeschoße und ein Staffelgeschoß. Von der Ecke ausgehend steigt in beiden Straßen das Gelände um ein Geschoß an. Zur Belichtung des Erdgeschoßes wird der Abstand zur Grundstücksgrenze als Lichtgraben genutzt. Der lange Gebäudeflügel an der Helbingstraße mußte aus bauordnungsrechtlichen Gründen um ca. vier Meter gegenüber der bestehenden Gebäudeflucht zurückversetzt werden. Hier bildet ein Treppenhaus als kristalliner Glaskörper das Bindeglied zur angrenzenden Bebauung. Die alte Flucht der Nachbarbebauung wird durch eine Baumreihe aufgenommen. Sie bildet eine zweite Fassadenebene zur stark befahrenen Straße. Vor dem kurzen Gebäudeflügel bilden ebenfalls Bäume die Verbindung zur gegenüberliegenden Grünanlage. 
Ihren Abschluß findet die Bebauung an der Steinstraße ebenfalls in einem Glastreppenhaus. Es ist als freigestellter Körper nur durch Brücken an das Hauptgebäude angebunden und bildet dabei gleichzeitig das Entree für die Zufahrt des Ruhrverbandes. Die Einstellplätze für die Mitarbeiter sind in einer zweigeschoßigen Tiefgarage untergebracht. Sie wird über eine runde Spindelrampe an der Vorfahrt erschlossen. Die Rampenanlage konnte unter Ausnutzung des Geländeverlaufes weitgehend unter einer Wasserfläche versteckt werden. Bei der Gestaltung der Außenanlagen wurde so das Leitthema des Ruhrverbandes, das Wasser, mit einbezogen. 
Die Materialien der Fassade geben den Ausdruck eines gewandelten Ruhrgebietes der neunziger Jahre, das sich als 'High-Tech-Standort' mehr und mehr behauptet. Als Fassadenmaterialien wurden Glas und eloxiertes Aluminium im Alu-Naturton gewählt, als Kontrast zur traditionellen Backsteinarchitektur. Die Transparenz der Fassade findet ihre Fortsetzung im Inneren durch Oberlichtbänder in den Fluren, die dem Gebäude durchgehend eine freundliche und lichtdurchflutete Atmosphäre geben. Die Nutzung des Gebäudes erfolgt durch eine klassische Zweibundaufteilung mit Zellenbüros, zentralen Erschließungsfluren und Fluchttreppen an den Endpunkten.

 
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© Konzept 1994-1998 FH Bochum FB1 Architektur © Text + Fotos: stud.arch. Klarissa Fürer