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AUFERSTEHUNGSKIRCHESTADTHALLE 

 
Objekt:     Auferstehungskirche 
 
Adresse:  Steubenstr. 50 
                45138 Essen 

Bauherr:  Ev. Kirchengemeinde 
                Essen Altstadt 

Architekt: Otto Bartning 

Bauzeit:    1930 

uelle:      Otto Bartning und der Kirchenbau 
               Der ev. Kirchenbau unsererTage 
 
 
 
 

      
      
    Grob-Orientierung 

     
    Stadt-Orientierung 
     

                     

    Schnitt  
      

     
     
     
     

    Gottesdienst ist zweipolig: Einerseits Hören des Evangeliums, andererseits die Sakramentgemeinschaft. Daraus erschloß der Architekt die Forderung nach einem Raum: 
    - der möglichst gute Hörbedingungen schafft 
    - der sammelnd und einend wirkend 
    -der die gottesdienstlich  vollzogene Erhebung des Geistes ("Erhebet eure Herzen" heißt es in der Abendmahlsliturgie) durch seine Raumspannung verstärkt und 
    -der symbolisch davon Kunde gibt, wie das ganze Leben der Kirche aus dem einen Ursprungsgeschehen herauswächst und sich um dieses Zentrum herum ordnet. 
    Als Baumaterial verwandte Bartning deshalb die zeitgemäßen Baustoffe 
    Stahl und Beton. Darum besitzt die Kirche ein tragendes Stahlgerüst, das 
    mit Ziegeln ausgefacht und aus Korrosionsschutzgründen mit Beton ummantelt wurde. Backsteine erfreuten sich in der Ruhrgebietsarchitektur großer Beliebtheit wegen der  Schlichtheit, der Monumentalität und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Indu-strieabgasen. 
    Innen wechseln graue Rauhputzflächen mit helleren Flächen an den Säulen, Gesimsen und der Altarwand ab. Diese waren in Scharierputz ausgeführt, der durch angerissene Quarzstückchen Licht, das auf sie fiel, funkeln ließ. Leider aus Kostengründen war nach dem Krieg nur noch eine Imitation dieses lebendig wirkenden Putzes möglich.Der Architekt wollte einen Raum schaff- 
    en der funktional sein  und zugleich die Idee ausdrücken sollte. Bartning erinnerte sich daran, das sich bei Redeveranstaltungen im Freien automatisch ein Halbkreis um den Redner bildet. Zudem ergibt sich der Charakter einer Runde zu der Gemeinde über dem Hören, Singen und Beten zusammengeschlossen wird. Das Wort Gottes schafft Gemeinschaft. Wie der Raum der Auferstehungskirche Gemeinschaft ausdrückt. 

     

 
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© Konzept 1994-1998 FH Bochum FB1 Architektur © Text + Fotos: stud.arch. Claudia Samuel