Grob-Orientierung
Stadt-Orientierung
Schnitt
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Gottesdienst ist zweipolig: Einerseits Hören des Evangeliums, andererseits
die Sakramentgemeinschaft. Daraus erschloß der Architekt die Forderung
nach einem Raum:
- der möglichst gute Hörbedingungen schafft
- der sammelnd und einend wirkend
-der die gottesdienstlich vollzogene Erhebung des Geistes ("Erhebet
eure Herzen" heißt es in der Abendmahlsliturgie) durch seine Raumspannung
verstärkt und
-der symbolisch davon Kunde gibt, wie das ganze Leben der Kirche aus
dem einen Ursprungsgeschehen herauswächst und sich um dieses Zentrum
herum ordnet.
Als Baumaterial verwandte Bartning deshalb die zeitgemäßen
Baustoffe
Stahl und Beton. Darum besitzt die Kirche ein tragendes Stahlgerüst,
das
mit Ziegeln ausgefacht und aus Korrosionsschutzgründen mit Beton
ummantelt wurde. Backsteine erfreuten sich in der Ruhrgebietsarchitektur
großer Beliebtheit wegen der Schlichtheit, der Monumentalität
und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Indu-strieabgasen.
Innen wechseln graue Rauhputzflächen mit helleren Flächen
an den Säulen, Gesimsen und der Altarwand ab. Diese waren in Scharierputz
ausgeführt, der durch angerissene Quarzstückchen Licht, das auf
sie fiel, funkeln ließ. Leider aus Kostengründen war nach dem
Krieg nur noch eine Imitation dieses lebendig wirkenden Putzes möglich.Der
Architekt wollte einen Raum schaff-
en der funktional sein und zugleich die Idee ausdrücken
sollte. Bartning erinnerte sich daran, das sich bei Redeveranstaltungen
im Freien automatisch ein Halbkreis um den Redner bildet. Zudem ergibt
sich der Charakter einer Runde zu der Gemeinde über dem Hören,
Singen und Beten zusammengeschlossen wird. Das Wort Gottes schafft Gemeinschaft.
Wie der Raum der Auferstehungskirche Gemeinschaft ausdrückt.
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