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Situation Kunst 

Objekt:  
Situation Kunst für Max Imdahl 
Adresse: 
Schloßstraße 1a 
44 795 Bochum-Weitmar 
Tel.: 0234 / 452 194
Architekt:  
Peter Forth
Bauherr:  
Verein "Situation Kunst - Haus Weitmar" und Ruhr-Universität Bochum 
Entstehungszeit: 
1988 - 1990
Literaturangaben: 
Situation Kunst für Max Imdahl, Jörg van den Berg u.a.
  

Eingangsseite
 

  
Grob-Orientierung

Stadt-Orientierung 

  
Nahorientierung  
  

Projektbeschreibung:  

Situation Kunst für Max Imdahl gehört zur Sammlung moderner Kunst der Ruhr-Universität Bochum. Diese Landschaft aus Architektur, Natur und Kunst entstand 1988-90 auf Initiative des Galeristen Alexander von Berswordt- Wallrabe durch den Verein "Situation Kunst - Haus Weitmar" und der Ruhr-Universität Bochum und wurde 1991 durch eine Stiftung Eigentum des Kunstgeschichtlichen Instituts der Ruhr-Universität Bochum. 
Gewidmet ist Situation Kunst Max Imdahl, der von 1965 bis zu seinem Tode 1988 erster Ordinarius für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum war und als Wegbereiter einer Kunstgeschichte der Moderne gilt. 

Die Gesamtanlage wurde in enger Zusammenarbeit mit den Künstlern erstellt. Der Architekt Peter Forth hat sich zunächst untergeordnet und in dieser Unterordnung die ideale Architektur für die ausgestellt Kunst geschaffen. Dadurch entstand eine pure, funktionale Ausrichtung der Museumsarchitektur auf die präsentierten Kunstwerke. 

Die Künster sind: Gotthard Graubner, Norbert Kricke, Arnulf Rainer und Jan J. Schoonhoven. 
Außerdem sind auf dem Gelände spezielle Gebäude erbaut für: David Rab-inowitchs "Tyndale Sculpture", Richard Serras 1972 auf der documenta 5 gezeigte Arbeit "circuit" (R. Serras hat übrigens auch die Skulptur "Terminal" 1977 geschaffen, die in Bochum auf dem Bahnhofsvorplatz steht) und Maria Nordmans Werk "A room with two doors", welches 1977 auf der documenta 6 in Kassel ab-seits des eigentlichen Geländes zu sehen war. Auch im Ensemble von Situation Kunst steht dieses Gebäude zwar auf dem Gelände, aber der Eingang ist außerhalb des umgrenzenden Zauns. 
Die Gesamtanlage gliedert sich in eine untere Ebene mit den Gebäuden und die obere Ebene mit der Wildblumenwiese, beide sind in ein 3 x 3 m großes Modulsystem gegliedert. In der unteren Ebene wird dieses Raster durch ein schwarzes Wasserbecken mit 3 m Kantenlänge an-gegeben welches in der oberen Ebene in einem gleich großen Lichtquadrat ein Pendant findet. 

Diese Dauerausstellung ist einzigartig im Ruhrgebiet. Besonders die Kombination von kleinformatigen Bildern und ge-bäudefüllenden Kunstwerken machen einen Besuch lohnenswert. Die Anlage liegt übrigens in einer 10 ha großen Parkanlage (ca. 7 ha öffentlich), die sich einerseits durch die Bäume, die als Naturdenkmäler gelten und über 400 Jahre alt sind, andererseits durch die Ruinen des Hauses Weitmar und der Sylvesterkapelle in Opposition zu der modernen mit jungen Pflanzen ver-sehenen Situation Kunst setzt. Das Haus Weitmar in westfälischer Renaissancearchitektur, wurde 1592 als Herrenhaus erbaut und erst 1943 durch einen Bombenangriff zerstört. Die Sylvesterkapelle (spätromanisch-frühgotisch) wurde 1397 erstmals erwähnt.

A. von Berswardt-Wallrabe sagte zu der Anlage: "Situation Kunst soll also bewußt in diesem Gelände enthalten sein, soll andererseits aber nicht aufgesogen werden."

Öffnungszeiten: 

Di-Fr 15.00-17.00 Uhr, Sa/So 12.00-18.00 Uhr (Eintritt ist frei).

Führungen werden beim Sekretariat des Kunstgeschichtlichen Instituts angeboten (Tel. 0234/7002644).

Straßenbahn 308 und 318 ab Hbf. Richtung Hattingen Haltestelle "Haus Weitmar" (Fußweg durch den Park)

Autozufahrt über Nevelstraße 


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© Konzept 1994-1998 FH Bochum FB1 Architektur © Text + Fotos: stud.arch. Karin Sprenger