Objekt:
Hans- Sachs- Haus
Rathaus Gelsenkirchen
Adresse:
Ebertstraße
Gelsenkirchen
Bauherr:
Stadt Gelsenkirchen
Architekt:
Alfred Fischer
Sonstige Planer:
Prof. Max Burchartz
(Innengestaltung)
Planung / Bauzeit:
1921
Literaturangaben:
Informationsdienst HSH
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Abb.1: Hans-Sachs-Haus
Abb.2: Treppenhaus
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Abb.3: Grob-Orientierung
Abb.4: Stadt-Orientierung
Abb.5: Zufahrts-Skizze
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Projektbeschreibung:
Das Rathaus Hans-Sachs-Haus ist das Ergebnis eines öffentlichen
Wettbewerbes, den die Stadt Gelsenkirchen 1921 ausgeschrieben hatte.
Der sehr streng gegliederte Backsteinbau (mit 500qm Bürofläche)
von sechs Geschossen, mit einem sich rückwärtig anschließenden
zehngeschossigem Turm, war ursprünglich als Mehrzweck- gebäude
geplant.
Das Erdgeschoß ist mit Keramikplatten verkleidet. Das Ziegelmauerwerk
der Obergeschosse ist durch horizontale Vor- und Rücksprünge
strukturiert. Ziegelsimse an der Unter- und Oberseite der Fenster spannen
sich wie Bänder um den abgerundeten Baukörper. Während der
äußere Teil Backstein Expressionismus ausstrahlt, wurde im Inneren
ein erstmals in Deutschland angewandtes Farbleit- system von einem Essener
Professor Max Burchartz angewandt.
Im Erdgeschoß und im 1. Obergeschoß gab es mehrere Verkaufsläden
und ein großes Cafe. Der Nordtrakt mit Turm enthielt ein Hotel.Die
Obergeschosse waren für eine Büronutzung konzipiert und nahmen
erst später den größeren Teil der Stadtverwaltung auf.
In einem Teil des ehemaligen Hotels fand ein Restaurant Platz.
Durch den Luftangriff auf Gelsenkirchen, am 19. März 1945, wurde
das Hans-Sachs-Haus zum größten Teil zerstört. Bei dem
Wiederaufbau 1950 wurden Teile der nicht zerstörten Fassaden mitverwandt.
Ein Unterschied zwischen dem Original von 1924 und der Rekonstruktion ist
kaum festzustellen.
Das Hans-Sachs-Haus liegt im Viereck der Ebertstraße/ Munkelstraße/
Vattmannstraße/ Dreikronenstraße. Das Rathaus liegt sehr zentral
im Mittelpunkt der Stadt.
Zitat des Architekten zu seinem Bauwerk:
"Das Dekorative hat abgewirtschaftet. Anstelle des Scheins tritt das
Sein." Das Hans-Sach-Haus, einst als re-präsentatives Zeichen einer
wachsenden Stadtkultur, steht heute unter Denkmalschutz.
Das Rathaus gehört zu den prägnaten Beispielen des "Internationalen
Stils",
der alles in sich vereinte, was unter "Neuer Architektur" zu verstehen
war.
Die Einflüsse der russischen Kon-struktivisten, die Denkweise
des Bau-
hauses und die rigorose Zurückführ-ung der De-Stijl-Gruppe
auf Primär-farben, klare Linien und rechte Winkel
vereinigten sich als Merkmal in der "Neuen Sachlichkeit".
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