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Grugabad

Objekt: Freibad  Grugabad

Adresse:   Norbertstraße
                 Essen

Bauherr: Stadt Essen

Architekt: Dipl. Ing. Lichtenhahn
Planung / Bauzeit: 1963-1964
Öffnungszeiten :                                                                        
Mo-Sa: 6-20:00 Uhr, So: 7-20:00 Uhr
 
 
 

 

 
 ehemaliges Grugarestaurant 
  
Städtekarte ( Autobahnoriontierung )
 
 
 
 
 

  

Stadt-Orientierung 
 

  
 
 
 
 
 

  

Projektbeschreibung:  1964 wurde das Grugabad anläßlich des deutschen Turnfestes eröffnet.    
Das Grugabad verfügt über 4 große Becken, die nicht wie in gewöhnlichen  Freibädern  in das Erdreich  eingelassen wurden, sondern in eine  Plattform eingelassen sind . Die Plattform unterteilt sich noch einmal in eine untere und eine obere Plattform, dieses ergibt sich durch den Höhenunterschied des natürlichen Geländeverlaufes . Verbunden sind die beiden Plattformen durch eine gewendelte Treppe, die sich um eine große Säule schwingt, die von jedem Punkt des Bades aus zu sehen ist. Dort ist der zentrale Punkt des Bades, wo auch das Bademeisterhaus auf der oberen Plattform angelegt  ist, da man dort  Einblick zu allen  Becken bekommt.
 Die obere Plattform beinhaltet das Sportbecken und das Sprungbecken. Das Sprungbecken verfügt über einen Sprungturm, der  Höhenabstufungen von 1- 10 Metern aufweist. Das Sportbecken hat an einer Seite entlang eine Tribühne, deren Sitzreihen nicht bis zum Boden hinunter reichen, und so über Aufgänge hinter der Tribühne zu betreten ist. Damit ist das Bad für kleine Sportveranstaltungen geeignet.
Die untere Plattform beinhaltet ein Wellenbad, ein Nichtschwimmerbecken  und einen Verkaufsbereich, der an einer Fensterfront gelegen ist, von wo aus man in den unter Wasserbereich des   Sprungbeckens blicken kann.
Die Plattformen sind sehr großzügig angelegt, so daß sie nicht nur Verkehrswege sind um zu den Becken zu gelangen, sondern auch um zusätzliche Liegefläche zu bieten für denjenigen, der lieber direkt am Becken liegt, oder seine Kinder beobachten möchte. Um die untere Plattform sind begrünte Flächen zum Liegen angelegt. Von diesen Liegeflächen kann man über zwei breite Treppenaufgänge die Becken erreichen. Dadurch, daß die Becken erhöht sind, herrscht auf dem Rasen  etwas mehr Ruhe, da der Lärm durch die Erhöhung der Becken abgeschirmt wird. Auch bieten die Plattformen nicht nur bessere Möglichkeiten für die Wartung der Technik, sondern auch Platz für WC, Kiosk und Spielbereich im Schatten für Jung und Alt. Natürlich fehlt auch nicht der Kleinkinderbereich mit Spielplatz und Planschbecken sowie Sonnenschutzschirmen.
Weiterhin sind noch ein Pavillon, ein Umkleidebereich hinter der Tribühne und der Eingangsbereich um den ebenfalls umfangreiche Umkleidemöglichkeiten liegen, WC und Duschbereiche sind dort ebenfals  vorhanden. 
Im Pavillon (siehe Abbildung) war Ursprünglich ein Restaurant untergebracht, das sowohl von Seiten des Grugabades als auch von Seiten des direkt angrenzenden Grugaparkes genutzt wurde. Heute ist dort  nur noch ein kleiner  Verkaufsbereich untergebracht, aber der Großteil des Gebäudes wird nicht mehr für das Freibad genutzt.
Die Umkleidemöglichkeiten am Eingangsbereich werden nur vollständig bei Sportveranstaltungen genutzt. 
Der Eingangsbereich liegt zentral gerichtet zum Bad und zum Parkplatz der zu dem Bad gehört. Man hat so die Möglichkeit bequem mit dem Auto direkt in Eingangsnähe zu parken (Parkgebühren z.Z. 3,00 DM). Es gibt aber noch die zweite Möglichkeit mit der U-Bahn, der U11 ,bis zum Grugabad zu kommen. Diese Bahn fährt vom Berliner Platz über den Hauptbahnhof Essen, Messe Essen bis Endstation Grugastadion, wo man direkt auf den Parkbereich des Grugabades gelangt.
Das Grugabad besticht durch seine ungewöhnliche Architektur, die trotz des Alters immer noch sehr modern und lebendig  wirkt. Das Bad , welches eine Gesamtfläche von ca. 58000 m² hat,  faßt im Sommer eine Besucheranzahl von 15000 - 20000 bei heißen Temperaturen. Die Rekord Besucheranzahl lag bei ca. 25000. 
Das  Grugabad  ist  in den Sommermonaten von Anfang Mai bis Mitte oder Ende September geöffnet . 
 

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© Konzept 1994-1998 FH Bochum FB1 Architektur © Text + Fotos: stud.arch. Reinhild Hoffmann