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Projektbeschreibung:
Der Gelsenkirchener Theaterbau - Großes
und Kleines Haus - gehört zu den herausragenden Werken deutscher Nachkriegsarchitektur.
Die Idee für die vom Bauhaus. Insbesondere von Mies van der Rohe beflügelte
Kons- truktion war, den Stadtraum in den architektonischen Raum einzubeziehen.
Dies gelang mit der gewaltigen Wand aus Stahl und Glas aus fazinierende
Weise - die Fazination hat bis heute angehalten.
Den Wettbewerb für ein neues Theater
in Gelsenkirchen hatte 1954 das Münsteraner Architektenteam Deilmann,
von Hausen, Rave und Ruhnau gewonnen. Im Theaterbau hatte es sich bereits
mit dem Großen Haus der Städt- ischen Bühne Münster
profiliert. Das Theater sollte aus einem Großen Haus mit etwa 1100
Plätzen , darin ein Bühnenhaus mit der üblichen Haupt- und
Hinterbühne sowie zwei Seitenbühnen und eine kleine Probebühne.
Diese entwickelte sich im Laufe der Entwurfsplanung zu einem eigenständigen
Theaterbau, dem Kleinen Haus. Das Gesamtprogramm zielt auf einen
Theaterbau mit traditioneller Trennung von Bühnen- und Zuschauerraum,
Foyer und Außenbereich. Der Wettbewerbsentwurf des Architektenteams
Deimann basierte auf einem Konzept der "Öffnung und Integration".
Bühne und Saal sollten eine Einheit
bilden, um die Be- sucher mehr in das Bühnengeschehen einzubeziehen.
Konsequent sind nicht nur die Wände , sondern auch die Decken beider
Bereiche des Großen Hauses gleichmäßig schwarz gehalten.
Spieler, Bühnenbild und Besucher
befinden sich optisch im selben Raum und treten hervor. Voll verwirklicht
ist die Grenzaufhebung im Kleinen Haus. Die Außenwände
umschließen einen Gesamtraum, in dem Foyer, Sitzplätze und Spielflächen
ohne Trennung ineinander übergehen.
Durch variable Bestuhlung, verschiebbare
Podeste und entsprechend mobile Beleuchtungs- und Beschallungs- technik
können beliebige Spielsituationen geschaffen werden. Die ´wandernde´
Bühne erlaubt Experimente und ermöglicht das Spielen inmitten
der Zuschauer.
Die Idee der Integration prägt jedoch
nicht nur die innere Fassadekönnen beliebige Spielsituationen ge-
schaffen werden. Die ´wandermde´ Bühne erlaubt Experimente
und eröffnet die Möglichkeit des Spielens inmitten der Zuschauer,
die Spielorte können von Stück zu Stück verlagert
werden.
Die Idee der Intergration prägt
jedoch nicht nur die innere Struktur beider Häuser. Durch gläserne
Fassaden öffnet sie sich zum städtischen Raum, angeregt durch
den Entwurf Mies van der Rohe zum Nationaltheater Mann- heim. In Gelsenkirchen
können die Besucher das Theater als eine Erweiterung der Stadtlandschaft
erfahren, entsprechend seiner Funktion als öffentlicher städtischer
Raum.
Durch die gläserne Hauptfassade scheint
sich der Vor- platz in das weiträumige, von Treppenaufgängen
um- spielte Foyer zu verlängern. Das Haus wird zum Schau- fenster,
durch das Puplikum zu sehen ist - und sich zu- sehen läßt.
Der Mann auf der Straße kann sich
gleichsam selbst in gehobener Stimmung beobachten.
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