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Wetterschacht 9Bergwerk Hugo |
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Bergwerk Hugo Wetterschacht 9, Gelsenkirchen Adresse:
Architekt:
Bauherr:
Planung / Bauzeit:
Quellenangaben:
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Eingangsbereich Technik |
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Übergangsdetail
Grob-Orientierung Wegbeschreibung: Autobahn 2, Ausfahrt Gelsenkirchen-Buer, Richtung
Beckhausen, über die Kurt-Schumacher-Str. Richtung GE-Zentrum, links
in die Rabenstr., links Theodor-Otte-Str.
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Projektbeschreibung:
Eine der Entwurfsbedingungen lautete, ein Bauwerk ohne „Industriecharakter“ zu schaffen - eine Auflage , die vom Bauherrn nochmals verschärft wurde, als es um die farbliche Gestaltung der im Außenbild sichtbaren Stahlteile ging. Dabei hatten sich die Architekten, Mitarbeiter und Nachfolger des legendären Büros von Fritz Schupp, bei ihrer Gesamtplanung mit einer kaum zu übertreffenden Sensibilität auf die umgebende Landschaft eingelassen und ihren Baukörpern ein Maß verliehen, das in keinen falschen Wettschreit mit dem angrenzenden Bauernhof, den landschaftlich genutzten Flächen und der nahegelegenen Wohnbebauung treten sollte. Die Doppelfunktion der Schachtanlage - sie dient der Versorgung der
Grubenfelder mit Frischluft und Energie und enthält eine elektrisch
betriebene Befahrungsanlage
Kreis,Rechteck und Quardrat, Zylinder und Kubus bilden die Grundelemente
der Anlage. der Turm erhebt sich über der Schachtröhre von 7,50
Metern Durchmesser. Das innere Gerüst bildet eine Stahlkonstruktion,
welche die Lasten aus dem Führungsgerüst und der Seilscheibenbühne
aufnimmt. Die unsichtbare Form des Schachtes, der ja nichts weiter als
einen Zylinder darstellt, bildet die ideelle Grundfigur: Sie wird in Gestalt
zweier halbkreisförmiger Mauerschalen nach außen übertragen
und damit aus der Anonymität gehoben.Die Schalen bestehen aus großformatigen,
unbehandelten grauen Kalksandsteinen. Montagetore und Zuluftöffnungen,
gegenüberliegend angeordnet, sind als Stahlleichtbauteile in die Mauerschalen
als Verbindende Glieder eingesetzt.
Der mit Trapezblechen verkleidete Stahl-Dachaubau über der Stahlbetondecke beherbergt den Montagezug. Technisch und gestalterisch bindet die rhythmisch gegliederte Dachkonstruktion den Turm an den zweigeschossigen Kubus des Tobinengebäudes, ebenfalls eine Stahlkonstruktion mit Außenwänden aus Kalksandstein. Das relativ niedrige, durch angeschüttetes Erdreich noch maßvoller wirkende Gebäude enthält die Anlagen zum Aufwickeln des Seils sowie die benötigten Schalt- und Nebenräume. Gegen die Einwände des Bauherrn, der die Tore, Türen, Fensterrahmen
und Stahlbleche in grünem Anstrich wünschte, setzten sich die
Architekten mit ihrem auf einem dunklen Blau basierenden Kontrastprogramm
durch. Nicht zuletzt die Farbkontraste sind es, die dieser so präzise
entwickelten, konstruktiv konsequenten und formal beispielhaften Anlage,
die in der besten Tradition der klassischen Industriebauten im Ruhrgebiet
steht, die überragende Qualität verleihen.
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