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BAUKO 2 MASSIVBAU

Architektonisches Entwerfen und Konstruieren ist die gestalterisch projektive, reflexive und experimentelle Auseinandersetzung mit allen Aspekten des Raumes. Ein ganzheitlicher Ansatz bei der Konstruktion kennt, sowohl maßstäblich als auch typologisch, keine Grenzen zwischen innen und außen, Haus und Stadt, Gebäude und Landschaft. Diese Herangehensweise ermöglicht das Entwerfen polyvalenter Räume, in denen beispielsweise Wand, Boden und Decke als raumdefinierende Teile eines Systems und einer Konstruktion realisiert werden.

Wir beschäftigen uns im 2. Teil der Baukonstruktionslehre 2 spezifisch mit dem Massivbau und seinem Ausbau. Im Baukonstruktionsentwurf wird das eigene Projekt Schritt für Schritt bis ins Detail entwickelt. Hierbei werden Typologie und Tektonik, Material und Form, Ordnung und Schichtung, Fügung und Detail gleichermaßen behandelt. Die Vorlesungen und die korrespondierenden Hausübungen bereiten darauf vor, dass der gesamtheitliche Entwurfsgedanke erfolgreich bis ins Detail des baukonstruktiven Entwurfs – in die Dachaufbauten, Fassadenaufbauten, Wandaufbauten, Fenster, Türen, Bodenaufbauten, und die Treppenkonstruktion verfolgt werden kann.

 

HOFHAUS

Wir beschäftigen uns dieses Semester mit dem Entwurf und der konstruktiven Planung und Detailierung eines Hofhauses. Ein Hofhaus ist grundsätzlich ein Gebäude, das überdachte Räume mit einer ummauerten oder vom Hofhaus selbst umschlossenen Freifläche verbindet. Der Typus des Hofhauses hat in der Architektur eine lange Tradition. Er taucht in den unterschiedlichsten Kulturen unabhängig voneinander auf, und vereint verschiedene Eigenschaften wie Schutz vor der Umgebung, Schaffung von Intimität und Privatheit, besonders gute Belichtung und Belüftung, direkter Bezug zwischen Innen- und Außenraum etc. in einer räumlichen Organisation. Darüber hinaus ist das Hofhaus, dadurch dass es potenziell dreiseitig anbaubar sein kann, als Bautypus auch ein wichtiger Beitrag zur horizontalen Verdichtung in Städten.

Hinter dem Typus Hofhaus verbergen sich viele unterschiedliche Organisationsformen und Varianten, so orientiert sich das Atriumhaus um einen zentralen Erschließungshof, das Garten-Hofhaus richtet seine Längsseite einseitig auf den allseits ummauerten Hof aus, die Hofreite als Ansammlung mehrerer Gebäudeteile hat einen verschachtelten Innenhof, das Winkelhaus umschließt seinen Hof an zwei Seiten, das Patiohaus verfügt über mehrere kleinere Höfe, die in erster Linie für eine gute Belichtung sorgen, usw.

Der imaginäre Bauherr des baukonstruktiven Entwurfs ist Künstler und möchte im 2-geschossigen Hofhaus mit seiner Familie leben und in seinem großen Atelier arbeiten können. Beide funktionale Einheiten sind grundsätzlich so zu planen, dass sie auch als getrennte Einheiten funktionieren können. Ein Teil der Entwurfsaufgabe ist die Lösung der räumlichen Verschränkung von außen und innen, von wohnen und arbeiten, von privat und öffentlich.

Wir wollen prototypisch arbeiten, daher gibt es kein spezifisches, sondern nur ein generisches Grundstück mit wenigen festgelegten Grundstückseigenschaften und Bebauungsregeln. Alle Ihre Entwürfe bilden schlußendlich zusammen genommen ein großes städtisches Cluster an Wohn- und Atelier-Hofhäusern.

Zusätzliche Information

Bauko 2 Massivbau SoSe 2016

Final Review

Mittwoch, 14.9.2016