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Mohammed Kazzaz

Vera Kramer

CAMOUFLAGE

Beobachtungshütte für Tierliebhaber im NSG Wahner Heide

In diesem Stegreifentwurf wollen wir uns mit dem Thema der Camouflage und seinem Einsatz als performativem Effekt im Architekturentwurf auseinandersetzen. Camouflage ist bereits lange aus dem Tierreich bekannt. Zebras tarnen sich anhand ihres Fells, das der Umgebung des Lebensraums angepasst ist, Chamäleons können sich durch ihre Musterung und Färbung fortwährend sich ändernden Umgebungen anpassen, Insekten wie das Wandelnde Blatt haben im Laufe der Evolution sogar die vollständige Form von Objekten ihrer Umgebung angenommen.

Im Bereich menschlicher Artefakte kennen wir Camouflage vor allem aus dem militärischen Bereich. Tarnanzüge, Tarnnetze, und auch die Bemalung von Kriegsschiffen versuchen mit vorwiegend grafischen Mitteln die Beziehung zwischen dem Objekt und seinem Hintergrund verschwimmen zu lassen bzw. den Maßstab zu verschleiern. Ein Tarnkappenbomber nutzt geometrische Faltungen, um sich für Radarwellen unsichtbar zu machen. Flugzeughangars werden teilweise in der Form von Findlingen gebaut, um sie aus der Luft in einer entsprechenden Umgebung mit vielen großen Felsen schwerer auffindbar zu machen.

Wie steht es um die Architektur? Was sind die Mittel der Architektur, um mit diesem Thema der Unsichtbarkeit, der Tarnung, der Maßstabsbrechung und der Unschärfe zwischen Vorder- und Hintergrund bzw. zwischen dem Objekt und seiner Umgebung zu spielen? Diese Mittel können ebenso grafisch, wie geometrisch, materiell, virtuell, vegetativ, als auch topografisch sein. Bedienen Sie sich der ganzen Palette an möglichen Mitteln, erforschen Sie diese, um eine Beobachtungshütte für Tierliebhaber im Naturschutzgebiet Wahner Heide zu entwerfen, mit der der Beobachter vollständig und immersiv in den Lebensraum des zu beobachtenden Tieres eintauchen kann, ohne die bestehende Fauna und Flora zu stören.

Wenn wir von Tierbeobachtung reden, so kennen wir entweder die dem militärischen Bereich entlehnten Tarnanzüge und –zelte, Hochsitze im Wald, oder aber einfache Holzverbauten mit Sehschlitzen. Entwerfen Sie eine Hütte bzw. Struktur, die sich jenseits dieser bekannten und konventionellen Lösungen bewegt, sondern die Wirkung der Tarnung als entwurfs-, struktur-, konstruktions- und materialbestimmendes Element verwendet. Hierfür ist es nicht nur notwendig, sich mit einer Form der architektonischen Camouflage auszukennen, sondern ebenso erforderlich, sich Wissen über die spezifischen Eigenschaften der gewählten Umgebung und die Lebensgewohnheiten des zu beobachtenden Lebewesens anzueignen.

Die 5000 ha große Wahner Heide, in der Nähe von Köln, und nur 1 Fahrstunde südlich von Bochum gelegen, gilt mit u.a. 100 Brutvogelarten, mehr als 2500 Käferarten, über 700 Arten der Roten Liste als das artenreichste Naturschutzgebiet NRWs. Nicht zuletzt aufgrund der Geschichte der Wahner Heide als landwirtschaftlichem Raum und zuletzt Truppenübungsplatz, kommen in ihr so unterschiedliche Kulturlandschaften wie Sandmagerrasen, Wälder, Heiden, festgelegte Binnendünen, Sümpfe und Moore vor.

Suchen Sie sich eines der in der Wahner Heide vorkommenden Tiere (oder eine Tiergruppe) mitsamt dem für das Tier (oder die Gruppe) charakteristischen Landschaftsraum als Umgebung aus, und entwickeln Sie anhand dieser und der nachfolgend aufgeführten Anforderungen Ihren Stegreifentwurf.

 

ANFORDERUNGEN

-Geeignetes, architektonisches Camouflage-System

-Größe ca. 50 m2 (Proportion, Höhe und Geschossigkeit des Raumes sind entwurfsabhängig)

-Schutz vor Wind, Sonne und Regen

-Sitzbank bzw. Sitzgelegenheiten für ca. 8-10 Personen

-Vorrichtungen fürs Picknick bzw. Vesper

-Guckfenster, Netze, Schlitze oder Horchlöcher (Anzahl und Anordnung sind entwurfsabhängig)

 

ABGABELEISTUNGEN

1. Dokumentation 4x A3 (Vorlage siehe Anhang) in gedruckter Form und aufgezogen auf 5mm Kappa + digital als PDF

1x A3: Konzeptbeschreibung und -diagramme, Lageplan Maßstab 1: 500

1x A3: komplexe Axonometrie als Linienzeichnung mit Liebe zum Detail, Maßstab blattfüllend (ggf. als Sprengisometrie), die alle Aspekte des Entwurfs erklärt (Plan, Nutzung, Konstruktion, Haut, Camouflage etc.)

1x A3: Visualisierung 3D (randlos) von außen in Umgebung (Camouflage)

1x A3: Visualisierung 3D (randlos) von innen mit Blick nach außen

2. Konzeptmodell aus Holz (ggfs. abstrakt) in geeignetem Maßstab. Das Modell sollte die Methode des Camouflage verdeutlichen.

 

TERMINE

1. Ausgabe Donnerstag, 07.01.2016, 17 Uhr, H2

2. Abgabe Mittwoch, 13.01.2015, 12h

1x Konzeptmodell in Raum A5-11

4x A3 in gedruckter Form in Raum A5-11

4x A3 als PDF per wetransfer.com an:

erhard-an-he.kinzelbach@hs-bochum.de

3. Präsentation Mittwoch, 13.01.2015, ab 14 Uhr, in Seminarraum A5-11

 

BEWERTUNGSKRITERIEN

-Gesamtkonzept

-Originalität

-Gesamterscheinung und Darstellung

-handwerkliche Ausführung Konzeptmodell

Zusätzliche Information

Stegreif WiSe 16/17

Termine WiSe 16/17

Ausgabe Do, 3.11.16, 17h, H2

Abgabe Di, 8.11.16, 15h, BB

Präsentation Di, 8.11.16, BB

 

 

Stegreif WiSe 15/16

Termine WiSs 16/17

Ausgabe Do, 7.1.15, 17h, H2

Abgabe Mi, 13.1.15, 12h, A5-11

Präsentation Mi, 14h, A5-11