Tragkonstruktionen im Hochbau
Lehrinhalte
Mit dem Tragwerksentwurf wird die Qualität und die notwendigen Eigenschaften der Baukonstruktion im Sinne von Gestaltsprägung und Ästhetik, funktionsbedingter Formgebung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bestimmt.
Dabei muss die Tragsicherheit (Standsicherheit), die Gebrauchfähigkeit und die Dauerhaftigkeit des Bauwerkes, sowie wirtschaftliche und zielgerechte Herstellung, Montage oder Umbau des Bauwerkes gewährleistet werden.
Das Fach Tragkonstruktion und Tragwerksentwurf legt die Grundlagen für das Verständnis der Wirkungsweise von Tragwerken. Diese Fach vermittelt das für die Zusammenarbeit aller an der Planung und Bauausführung Beteiligten notwendigen Grundlagen zum Entwerfen, Konstruieren, Detaillieren und Ausführen von Tragwerken.
Aufbauend auf die Grundlagen der Tragwerkslehre ist das Fach Tragkonstruktion und Tragwerksentwurf (Hauptstudium 4. und 5. Semester) erforderlich, selbständig entsprechend dem planerischen Grundgedanken, in alternativer Abwägung ein geeignetes Tragwerk mit sinnhaften Werkstoffen auszuwählen und baukonstruktiv auszuprägen und zu detaillieren.
Dabei sind die Querschnitte der Bauteile abzuschätzen, Fügungsdetails und Verbindungsmittel prinzipiell festzulegen, die räumliche Stabilität der Konstruktion sicherzustellen, ihre Herstellbarkeit und Montage einzubeziehen, ihre Gebrauchsfähigkeit und die bauordnungsrechtliche Ausführbarkeit im Rahmen geltender Normen und Richtlinien sicherzustellen.
Als Anwendungen der Tragkonstruktion im Hochbau werden alle zeitgemäßen Bauweisen (Holzbau, Stahlbau, Stahlbetonbau, Mauerwerksbau, Verbundbauweisen, sowie Grundbau, Leichtbaukonstruktionen und Sondertragwerke) unter Bezug auf ihre entwurfsspezifischen Eigenschaften und Erfordernisse und unter Hinweis auf Normen und Richtlinien bearbeitet.
Erfolgreich absolvierte Übungen berechtigen zur Teilnahme an der Klausur „Tragkonstruktion im Hochbau". Dabei steht das Verständnis für Tragkonstruktionen im Vordergrung. Themen sind unter anderem das sinnvolle Entwickeln statischer Systeme, das Festlegen von Querschnitten mittels überschlägiger Berechnungen, das Wählen geeigneter Werkstoffe, sowie das Darstellen von Fügungsdetails und der dabei verwendeten Verbindungsmittel. Für das Bearbeiten der Aufgabenstellung sind sämtliche Hilfsmittel erlaubt.

