CCC - Fachbereich Architektur

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Ein Museum, das nur mit Tageslicht auskommt. Geht das?

Studierende besuchten die Museumsinsel Hombroich.
Studierende besuchten die Museumsinsel Hombroich.

Und wenn ja, welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit ein Gebäude nur mit Tageslicht ausgeleuchtet werden kann? Wie steht es um den Umgang mit Ausstellungsstücken bei einem Museum?

Diese und viele weitere Fragen stellten sich einige der Studierenden aus dem Fachbereich Architektur  im Rahmen des Wahlfaches „Licht im Dunkeln“ im letzten Semester gemeinsam mit Ihrem Bauphysik-Professor Volker Huckemann. Sie setzten sich intensiv mit den Ausstellungsgebäuden der Museumsinsel Hombroich in Neuss und der dort vorhandenen oder geforderten Lichtsituation auseinander. Das Wahlfach Licht im Dunkeln widmet sich daher gezielt der Frage nach dem notwendigen Licht in einem Museum.

Nachdem bereits im Wintersemester die theoretische Vorarbeit mit Hilfe von Referaten und Seminaren geleistet wurde, sollten dann über lichttechnische Simulationen und eine reale Versuchsanordnung im Modell die gewonnenen Erkenntnisse umgesetzt und in eine exemplarische Planung überführt werden. Relevante Fragen waren z.B. inwieweit man Tageslicht planen kann, wie überhaupt eine Lichtsimulation oder ein Tageslichtmodell funktioniert.

Umsetzung am Modell.
Nach der theoretischen Vorarbeit setzten die Studierenden nun die gewonnenen Erkenntnisse an einem Modell um.

In Zusammenarbeit mit der Icon externer Link Museumsinsel Hombroich, deren Öffnungszeiten sich z.B. tatsächlich an natürlichen Lichtverhältnissen orientieren, konnten die Studierenden zudem abseits abstrakter Theorie oder Modelle selbst erfahren, wie sich verschiedene Lichtsituationen in Wirklichkeit verhalten.
Die Museumsgebäude der Insel Hombroich stellen eine Mischung aus Skulptur und Architektur in der umgebenden Natur dar.

Der Stifter Karl-Heinrich Müller ließ hier u.a. durch den Bildhauer Erwin Heerich und den Architekten Hermann Müller Ausstellungsgebäude errichten, die zwar von großer räumlicher Klarheit zeugen, bauphysikalisch und technisch jedoch einige Mängel aufweisen.

Kunstlicht sucht man in den Räumen vergebens, wenn man von der einen oder anderen Notbeleuchtung mal absieht. Die reine Tageslichtnutzung wirft aber auch Fragen nach dem Lichtschutz auf: Wieviel Licht verträgt die Kunst? Ab wann wird der Eindruck eines Tageslichtmuseums verfehlt und die ehemals Lichtdurchfluteten Räume versacken in gedämpftem Grau? Die Lichtsituation wird somit für die Kunst und den Betrachter zum Schlüssel für die Räumlichkeiten.

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