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BOmobil

Institut für Elektromobilität
Das BOmobil

BOmobil – so heißt der Elektrokleintransporter, den die Hochschule Bochum mit den Partnern Composite Impulse, Delphi, Scienlab, den Stadtwerken Bochum und dem TÜV NORD, gefördert im Rahmen des Wettbewerbs ElektroMobil.NRW serienreif entwickelt. Die Anforderungen von klein- und mittelständigen Unternehmen für den Regionalverkehr der Zukunft bestimmen das Konzept. Elektromobilität und ansprechendes Design müssen sich nicht ausschließen, das beweist das BOmobil. Technologisch zeigt der Prototyp eine radikale Abwendung von herkömmlichen Automobilkonzepten: keine zentrale Antriebseinheit mehr – stattdessen Radnabenmotoren. So entsteht Raum für die Neugestaltung des Innenraums. Zwei Sitzplätze, Platz für eine Normgitterbox, Höchstgeschwindigkeit ca. 130 km/h, Reichweite mehr als 150 Kilometer – Elektromobilität für den Alltag.

Alle Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs werden im sogenannten Skateboard untergebracht, der tragenden Struktur, die unterschiedliche Karosserievarianten zulässt. Die Batterie, die Traktionswechselrichter und die Motoren sind „organisch“ zueinander angeordnet, dadurch lassen sich kurze Leitungswege und ein niedriger Schwerpunkt realisieren. Durch die selbst entwickelten Radnabenmotoren wird das Antriebsmoment dort generiert, wo es benötigt wird und die eingesparte Antriebseinheit im Aufbau vergrößert das Ladevolumen des Fahrzeugs.

Innenraum des BOmobil

Das Skateboard besteht aus Aluminium-Leichtbau-Profilen, die bei der Montage genietet und verklebt werden. Diese Variante des Aufbaus ermöglicht eine hochfeste Struktur, die sowohl die Tragfähigkeit für einen Kleintransporter, als auch die nötige Crash-Sicherheit für ein modernes Fahrzeug bietet. Der Aufbau aus geklebten und genieteten Elementen ermöglicht eine kostengünstige und einfache Produktion in einem manufaktur-ähnlichen Prozess.

Zur Kostenreduktion werden u.a. für das Fahrwerk Standardkomponenten vom OPEL Zafira verwendet. Dabei werden die komplette Bremsanlage inkl. Assistenzsysteme wie ABS, ESP und EBV, die Dreieckslenker und Stabilisatoren sowie die Federbeine übernommen und in das Design des Fahrzeugs integriert. Zur Kompensation der erhöhten ungefederten Massen durch die Radnabenmotoren erhalten die Dämpferelemente eine neue Abstimmung. Die Karosserie wird aus ABS-Kunststoff und Faserverbund-Kunststoff gefertigt. Die Kunststoffbauteile haben sowohl strukturelle, als auch wärme- und geräuschdämmende Funktion. Während in konventionellen Fahrzeugen Einscheiben-Sicherheits- und Verbundglas eingesetzt wird, erfolgt im BOmobil soweit möglich die Verwendung von Kunststoffscheiben.

Für die Batterie kommt Lithium-Eisen-Phosphat-Technologie zum Einsatz. Das nötige enge Temperaturband für deren Betrieb wird im Rahmen des Thermomanagement des Fahrzeuges realisiert. Die Auswahl geeigneter thermisch isolierender Karosserie- und Scheibenwerkstoffe ist dabei von zentraler Bedeutung, um eine aktive Kühlung bzw. Heizung in deutlich geringerem Maße als in konventionellen Fahrzeugen erforderlich zu machen.

Bilder von der Nutzfahrzeug IAA 2012

BOmobil
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BOmobil Innen
BOmobil Innen
BOmobil Innen
BOmobil Innen
BOmobil Innen
BOmobil Innen
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BOmobil
Das BOmobil (Klick: vergrößern!)

Seit 2001 entwickelt die Hochschule Bochum im Lehrforschungsprojekt "SolarCar" Elektrofahrzeuge, die ausschließlich mit Solarenergie angetrieben werden. Als weiterführendes Forschungsprojekt wird ein Elektrokleintransporter mit wettbewerbsfähigen Fahrzeug-Gesamtkosten entwickelt, konstruiert und innerhalb der nächsten zwei Jahre gebaut.

Elektrofahrzeuge sind auf dem heutigen Stand der Batterietechnik sinnvoll realisierbar für Tageslaufleistungen bis zu 200 km. Die Möglichkeit der Rekuperation der Bremsenergie kommt besonders zur Geltung bei Fahrzyklen mit häufigen Brems- und Beschleunigungsvorgängen, die vornehmlich im innerstädtischen Betrieb auftreten. Die mit dem BOmobil maximal erreichbare Tageslaufleistung ist attraktiv für Unternehmen, die im Nahbereich Dienstleistungen erbringen oder beispielsweise den regionalen Transport von Waren durchführen. Die Größe des Laderaums orientiert sich an industriell üblichen Packmaßen. Innerhalb der Städte ist außerdem die Emissionsfreiheit des Elektroantriebs besonders vorteilhaft und für die Zukunft mehr und mehr gewünscht.

An eine Expansion auf weitere Anwendungsgebiete wie beispielsweise Taxiunternehmen, Pflege- und Wachdienste sowie Pannenhilfe ist vorgesehen.

Büro des BOmobil-Projektes

BOmobil Webseite online

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