Wenn Maschinen selbst nach Service rufen…
Hochschule Bochum gewinnt M2M Award
Im Notfall hilft Kommunikation. Jedenfalls ist das bei Menschen so: Wir können, wenn es uns schlecht geht, zum Telefon greifen und den Arzt anrufen. Aber was machen Maschinen, die Unterstützung brauchen? Einen Ansatz dafür hat jetzt das Labor für Softwaretechnik und Rechnernetze an der Hochschule Bochum unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Wollert entwickelt: Es hat neue Konzepte für die Zusammenarbeit von Maschinen und mobilen Servicegeräten wie Handys und PDAs auf Basis der Funktechnologien Bluetooth, GPRS und UMTS erarbeitet. Im „Servicefall“ ist es damit einer Maschine möglich, selbstständig per Bluetooth nach Servicegeräten in ihrem Umfeld zu suchen. Sobald sie ein geeignetes Gerät gefunden hat, veranlasst die den Download des entsprechenden Serviceprogramms aus das Handy oder den PDA über das Mobilfunknetz (UMTS oder GPRS). Dafür hat das Labor den diesjährigen „M2M Best Practice Award“ der M2M Alliance in der Kategorie „Innovation“ gewonnen.
Der mit 1000€ dotierte Preis wurde von Labormitarbeiter Volker Schürmann anlässlich des M2M Summit Ende Oktober in Wiesbaden entgegen genommen.
Durch das Projekt wurde die Bereitstellung und die Verteilung von Serviceprogrammen wesentlich vereinfacht, da die jeweilige Maschine jetzt die Aufgabe übernimmt. Des Weiteren wurde der Einsatz kostengünstiger Standardkommunikationsgeräte wie z.B. Handys und PDAs für Serviceanwendungen weiter voran getrieben.
Das Labor für Softwaretechnik und Rechnernetze möchte das Preisgeld nutzen um auch weiterhin aktiv im Bereich des industriellen Einsatzes von Funktechnologien zu forschen.
