Schweiz 2000
Vermesser - Trophy - Tour
Nach dem Streß des " Vordiploms" und der damit verbundenen Klausurhäufung bietet das vierte Semester ein ganz besonderes Ereignis: Die Schweizexkursion.
Alles begann am 08.05.00 um ca. 9 Uhr mit der Abfahrt vom Parkplatz der FH. Nach alter Tradition ist das erste alkoholische Getränk zu genießen, wenn die heimische Kirche nicht mehr zu sehen ist. Ein Glück, daß kaum jemand direkt in Bochum wohnt. Nachdem Gepäck und Teilnehmer verstaut waren, konnte die Reise beginnen. Zu unserer Überraschung verlief die Anreise völlig problemlos (im Gegensatz zu früheren Fahrten). Nach 10 Stunden Fahrt, unser Zielort liegt im Dreiländereck A-CH-D in der Nähe des Bodensees, waren wir endlich in der Jugendsportstätte Balgach angekommen. Diese war für die nächsten drei kurzen Nächten unsere Heimstätte.
Der Dienstag begann nach viel zu kurzer Nacht um 8 Uhr bei Leica mit einem ausgezeichneten Frühstück. Es ist schon faszinierend, was für Yoghurtsorten es in der Schweiz so alle gibt. In den nächsten sechs Stunden wurde das Mekka der Vermesser ausgiebig besichtigt und die heiligen Hallen begutachtet (besonders interessant war die Gerätevorführung).
Am Mittwoch war es Zeit wieder nach Deutschland zurückzukehren, da der Getränkevorrat zu neige ging. Die Firma DASA in Friedrichshafen war unser erklärtes Ziel. Dr. Daser war von unserem pünktlichen Eintreffen sehr begeistert, und hielt sofort Vorträge die uns nicht mehr loslassen sollten. Da unser Terminplan zu vollgepackt war (Führung durch einen Supermarkt mit anschließender Bodenseebetrachtung), mußten wir die nachmittagliche Diskussion mit Dr. Daser leider ausfallen lassen.

- Abschiedsbrief des Abwartes der Sportstätte
Abschiedstag von Balgach war der Donnerstag. Es ging nach Bern zum Bundesamt für Landestopographie und nach Zimmerwald zur astronomisch- geodätischen Beobachtungsstation. Es würde den Rahmen dieses Textes sprengen, das Gesehene zu beschreiben; es ist aber faszinierend, was sich hinter den Mauern eines unscheinbaren Hauses im Berner Oberland alles an Meßtechnik verbergen kann. Unsere Bleibe in Bern lag unweit des Schweizer Parlaments am Rande der Altstadt mit ihren "Sehenswürdigkeiten" in positiver wie negativer Art.
Am Freitag ging´s dann, mit neu gefundenem Semesterbewußtsein und neuer Gruppendynamik, zurück nach Bochum. Die in bester Laune beginnende Fahrt wurde nach ein paar Stunden abrupt durch einen Achsenbruch unterbrochen. In leichter Seitenlage hielten wir dann in einer Raststätteneinfahrt. Nach einer teuren halbstündigen Zwangspause ging es dann mit einem "neuem" Bus, der zufällig in der Gegend war, weiter. Der Komfort des Busses ließ aber zu wünschen übrig (keine Toilette, keine Getränke, kein Fernseher). Nach sechstündiger Fahrt, ununterbrochen begleitet von Verkehrsfunkansagen, kamen wir wohlbehalten und mit trockener Kehle am FH Parkplatz an. Zum Abschluß möchten wir noch einige Worte des Dankes sagen:
- Herrn Prof. Dr. Lohmar für seine unauffällige Begleitung
- den Herren vom B.v. Landestopographie für den Einblick, den sie uns in ihre Arbeit gegeben haben
- der Firma Leica für die super Betreuung, drei ausgezeichnete Frühstücke und ein Mittagessen
- Herrn Dr. Daser von der DASA für seinen Großmut
- dem Abwart für seine Geduld
- dem Busfahrer Arnold, für das Stoppen des Busses in nichthorizontaler Position und seine freundschaftlichen Preise
- dem Spieß für die gute Unterhaltungsmusik
Noch einige Tips für die nächsten Semesterfahrer:
- kauft Getränke und Essen in ausreichender Menge in Deutschland ein, da das Preis- und Wechselniveau der Schweiz vieles doch sehr teuer macht
- laßt euch nicht von der Aussage schocken, daß es in der Schweiz kalt wäre
- bestellt niemals einen Seniorenteller






