Masterstudierende aus aller Welt zu Gast in Bochum
Deutsche Sicht auf wirtschaftliche Themen und Entwicklungen sehr gefragt
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Referent Mathias Mondo aus Frankreich diskutierte mit der internationalen Studierendengruppe über grundlegende Fragen des strategischen Managements.
Von Rüdiger Kurtz
Zwei Wochen lang waren 26 internationale Masterstudierende aus Rennes zu Gast am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Bochum. Neben Teilnehmern aus Frankreich, Afrika, Südamerika und Osteuropa war auch eine große Gruppe chinesischer Studierender vertreten. Der Austausch stand im Zeichen verschiedener Veranstaltungen zu den Themen Strategisches Management, International Business sowie Marketing und Logistik. "Wir bringen den ausländischen Studierenden dabei auch die spezifisch deutsche Sicht auf diese Dinge näher", erläutert Organisator Edward Sodmann ein zentrales Konzept der Veranstaltung.
Der Austausch fand bereits zum zweiten Mal statt. "Nach den sehr guten Erfahrungen des letzten Jahres, ist die Gruppe in diesem Jahr deutlich größer ausgefallen", freut sich Oberstudienrat Sodmann. Waren im ersten Jahr noch mehrere Hochschulen involviert, so entschieden sich die Verantwortlichen in Rennes diesmal ausschließlich für einen Austausch mit Berlin und Bochum. "Für uns ist das eine große Auszeichnung", so Wirtschaftsdekanin Eva Waller, "zeigt es doch, dass es den Studierenden an unserer eher kleinen Hochschule sehr gut gefallen hat."
Vielleicht hatte es sich auch herum gesprochen, dass man von Seiten der Fachhochschule im vergangenen Jahr zwei Teilnehmern spannende und lukrative Stellen in Deutschland vermitteln konnte. Insbesondere für das große Kontingent an chinesischen Gaststudierenden könnte dies ein Grund für den Austausch gewesen sein: "Sie sehen die Berufsperspektiven in China – entgegen der gängigen Meinung hierzulande – durchaus kritisch", so Edward Sodmann: "Ein abgeschlossenes Studium ist in China noch keine Garantie für einen guten Job." Ein zweites Standbein in Europa sei daher ein großer Vorteil.
Auch für die Hochschule Bochum ergeben sich durch das Austauschprogramm Vorteile. "Fünf unserer Studierenden können im Gegenzug ein Semester lang ohne Studiengebühren in Rennes studieren", erläutert Wirtschaftsdekanin Eva Waller. Das spart den Studierenden Kosten von insgesamt gut 25.000 Euro. Darüber hinaus stärken die Austauschprogramme die gute Zusammenarbeit zwischen den internationalen Partnerhochschulen. Die Studierenden des Fachbereichs Wirtschaft nutzten den Besuch der internationalen Besuchergruppe auch, um sich mit ihren Gästen intensiv über deren Erfahrungen mit Studium und Berufsperspektiven in den jeweiligen Heimatländern auszutauschen.
