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SIFE-Team der Hochschule Bochum für gelungene Sozialprojekte ausgezeichnet
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Das SIFE-Team der Hochschule Bochum freut sich über einen Platz unter den besten 5 deutschen Teams beim Bundeswettbewerb 2011.
Von Rüdiger Kurtz
Die Begeisterung und Freude ist immer noch greifbar: "Plötzlich war da unser Name" berichtet Katharina Wypior: "Hochschule Bochum – Finale!" Tränen und Jubel mischten sich bei den 16 jungen Bochumer Studentinnen und Studenten auf dem diesjährigen Bundeswettbewerb der SIFE-Teams in Bonn. Kurz darauf hieß es dann aber schon wieder: Volle Konzentration. Schließlich winkte das Ticket zum Weltfinale in Kuala Lumpur.
SIFE steht für "Students In Free Enterprises" und ist eine Organisation für Hochschüler, die sich in sozialen Projekten engagieren und dafür ihr unternehmerisches Know-how und viel Freizeit in die Wagschale werfen. Weltweit gibt es inzwischen in 47 Ländern an fast 2000 Hochschulen SIFE-Gruppen. "Die Projekte der SIFE-Teams beginnen meist mit einer Idee, die durch eine Beobachtung im Alltag, einem zufälligen Gedankengang oder auch durch konkretes Brainstorming erfolgt", erläutert Sarah Imminger, die zusammen mit Freundin Katharina Wypior Teamleiterin der Bochumer Gruppe ist.
Die beiden Studentinnen sind an der Hochschule Bochum im internationalen Studiengang Business and Management eingeschrieben. Gleich zu Beginn des Studiums hatten sie von den SIFE-Projekten erfahren und beschlossen, selber aktiv zu werden. Seither sind sie begeistert bei der Sache. "Der Finaleinzug hat uns für all die Mühen der letzten Wochen mehr als entschädigt", so die 22jährige Katharina Wypior. Regelmäßig hatte sich die Gruppe in den Tagen vor dem Wettbewerb bis weit nach Mitternacht an der Hochschule Bochum auf den Wettbewerb vorbereitet. "Da waren nur noch Wachleute und das Putzpersonal unterwegs, die haben uns jetzt auch die Daumen gedrückt", freut sich Sarah Imminger über die zusätzliche Unterstützung für das Team.
Auch für Wirtschaftsdekanin Eva Waller war es Ehrensache, ihre Schützlinge auf dem Wettbewerb in Bonn zu unterstützen. "Das war eine unglaubliche Stimmung", so die engagierte Professorin: "Die freundschaftliche Atmosphäre, die Begeisterung der Studentinnen und Studenten und die professionelle Darstellung der Projekte haben mich stark beeindruckt." Nach einem Ausscheidungsprozess mit Vor- und Hauptrunde konnte das SIFE-Team der Hochschule Bochum als einziges Fachhochschul-Team in die Endrunde einziehen. 5 Teams durften im Finale ein weiteres Mal ihre Projekte vor großem Publikum vorstellen: "Ein unvergessliches Erlebnis, vor gut 600 Leuten, darunter die Fachjury aus 22 Unternehmern, auf Englisch zu präsentieren", berichtet Sarah Imminger.
Das Bochumer Team stellte drei Projekte vor, darunter mit "Envi Up!" eine Kooperation mit kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region. Ziel des Projektes ist es, den hohen Energiebedarf der Unternehmen umweltschonend zu senken. Unternehmen und Umwelt profitieren dadurch gleichermaßen. Auch der vom Team gegründete Verein "Lucky Charms e. V." verfolgt mehrere Ziele: Einerseits soll die Sozialisierung und Integration jugendlicher Bagatellstraftäter unterstützt, andererseits der Freizeitwert von Senioren in Altenheimen gehoben werden. Realisiert wird das Ganze in einer Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Gerichten, Sozialarbeitern und Gemeinden. Die Ableistung von Sozialstunden durch die Jugendlichen in Altenheimen wird von allen Seiten als gewinnbringend begrüßt.
Am Ende gab es lang anhaltenden Applaus für das Bochumer Team und einen Pokal für das Erreichen des Finales. Dass es zum Sieg nicht ganz gereicht hatte, stimmte die Gruppe nicht lange traurig. "Irgendwie sind wir hier alle Gewinner", freute sich Katharina Wypior: "Wir haben tolle Kontakte zu anderen Studierenden und Teams sowie zu den Vertretern der Wirtschaft geknüpft und werden die positiven Erfahrungen in neue Projekte umsetzen."
