Studieren an Partner-Unis in Mittel- und Osteuropa
Are you ready to go east? - Die Checkliste der Fachhochschule Bochum!
Hand aufs Herz: Haben Sie nicht auch schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ein Semester an einer ausländischen Hochschule zu studieren? Und denken Sie dann nicht auch an Oxford oder Cambridge? Stan Laurel und Oliver Hardy waren schon da…
Wie wäre es stattdessen mit einigen unvergesslichen Monaten in Polen, der Tschechischen Republik oder Russland? Die Fachhochschule Bochum (FHBO) kann es möglich machen. In der folgenden Checkliste werden einige der am häufigsten zu diesem Thema gestellten Fragen beantwortet.
Ist "Go East" denn nicht besser realisierbar, wenn ich an einer großen Uni studiere?
Die Möglichkeiten, ein Semester in Mittel- und Osteuropa (MOE) zu studieren, müssen gar nichts mit der Größe der Hochschule zu tun haben, an der man studiert. Der Fachbereich Wirtschaft (FB W) der FHBO – wohlgemerkt: der kleinsten staatlichen Fachhochschule in Nordrhein-Westfalen – ist seit mehreren Jahren über Kooperationsverträge mit Hochschulen in Polen, der Tschechischen Republik und Russland verbunden.
Im Einzelnen handelt es sich um:
- die Akademia Economiczna im. Oskara Langego we Wrocławiu
(Oskar-Lange Wirtschaftsuniversität, Breslau, Polen); - die Masarykova univerzita v Brnĕ
(Masaryk-Universität, Brünn, Tschechische Republik); - die Ростовский Государственный Экономический Университет (Wirtschaftsuniversität Rostov, Russland).
Muss ich eine Ostsprache sprechen, bevor ich dorthin gehe?
Es ist natürlich mehr als empfehlenswert, seinen Aufenthalt sorgfältig vorzubereiten und zumindest Basiskenntnisse der (grundsätzlich nicht ganz einfachen!) Landessprache zu erlernen, bevor man den großen Schritt macht. Andererseits ist es aber gut zu wissen, dass die Hochschulen vielfach auch Lehrveranstaltungen in englischer und deutscher Sprache anbieten. Zudem gibt es Ansprechpersonen an den Partnerhochschulen, die bei den ersten Schritten vor Ort helfen können und der deutschen Sprache mächtig sind. Und in den meisten Fällen haben außerdem Studenten der FHBO bereits „Pionierarbeit“ geleistet und können Ratschläge für das Abenteuer geben.
Gibt es finanzielle Unterstützung?
Für das Studienjahr 2005/2006 hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) im Rahmen seines Programms „Go East“ seine Zuwendungen an Outgoer des FB 6, die ein Semester in Mittel- und Osteuropa studieren, um beachtliche 250% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten in diesen Ländern vielfach deutlich niedriger als in Deutschland. Die Partnerhochschulen bieten zudem meist Zimmer in ihren Studentenwohnheimen preisgünstig an. Eine gewisse Eigenbeteiligung sollte man aber auf jeden Fall bei einem Auslandsstudium einkalkulieren.
Verbessert MOE-Erfahrung meine Berufsaussichten?
Am besten gibt man sich die Antwort selbst: Die Absatz- und Beschaffungsmärkte deutscher Unternehmen liegen zunehmend in Mittel- und Osteuropa. Seit dem 1. Mai 2004 gehören Polen und die Tschechische Republik zur EU. Russland möchte der WTO beitreten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gingen im Jahr 2004 2,6% der deutschen Ausfuhren nach Polen (Platz 11 der Länderstatistik), 2,4% in die Tschechische Republik (Platz 12) und 2,0% in die Russische Föderation (Platz 14).
Die Deutsche Bundesbank hat errechnet, dass sich der deutsche Außenhandel mit den neuen EU-Mitgliedstaaten zwischen 1993 und 2003 mehr als vervierfacht hat. Für Russland ist Deutschland der wichtigste Handelspartner. In der Versorgungsbranche etwa haben sich Großunternehmen wie RWE (Übernahme des tschechischen Gasversorgungsunternehmens Transgas) und E.On (Beteiligung an dem russischen Gasproduzenten Gazprom über E.On-Tochter Ruhrgas) starke Standbeine in der Region verschafft. In Polen zeigen die deutschen Finanzdienstleister Allianz und HVB hohe Präsenz. Und last not least sind auch viele mittelständische Unternehmen (KMU) in Mittel- und Osteuropa hochaktiv.
