Institutionenökonomik
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende im 2. Semester des Masterstudiengangs.
Wenn ein Unternehmer vor der Frage steht, welche Produkte er wo und wie herstellen will, findet er sich in einem Korsett, vielleicht auch Dickicht von Regeln wieder. Sie können privat vereinbart sein, aber oft sind sie vom nationalen Gesetzgeber, von der Europäischen Union usw. vorgegeben. Damit werden Handlungsmöglichkeiten von Unternehmen beschränkt und gesteuert. Regeln werden oft als störend empfunden. Sie haben aber den wichtigen Zweck, (volkswirtschaftlich) sinnvolle Verhaltensanreize zu setzen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu sichern.
In dieser Veranstaltung soll die Bedeutung und Funktion von Regelsystemen aus Sicht der „Neuen Institutionenökonomik“ dargestellt und untersucht werden. Es soll vor allem deutlich gemacht werden, dass es einerseits für eine Volkswirtschaft sehr wichtig ist, über die "richtigen" Regeln zu verfügen, dass es aber andererseits sehr schwer ist, diese Regeln zu formulieren und durchzusetzen.
Zum Ende des Semesters wird der Vorlesungsstoff in einer einstündigen Klausur geprüft.
Zur Vorbereitung auf die Klausur wird ein Fragebogen ausgehändigt.
Gliederungsübersicht
- Überblick über die Institutionenökonomik
- Zur Bedeutung von Institutionen
- Verfügungsrechte
- Transaktionskosten
- Principal-Agent-Probleme
- Zusammenfassende Darstellung am Beispiel der Wasserwirtschaft
Literatur
Erlei, Mathias/Leschke, Martin/Sauerland, Dirk (2007): Neue Institutionenökonomik, 2. Aufl., Stuttgart: Schäffer-Poeschel.
Göbel, Elisabeth (2002): Neue Institutionenökonomik. Konzeption und betriebswirtschaftliche Anwendungen, Stuttgart: Lucius & Lucius.
Richter, Rudolf; Furubotn, Eirik G. (2003): Neue Institutionenökonomik. Eine Einführung und kritische Würdigung, 3., überarb. u. erw. Aufl., Tübingen: Mohr.
Schäfer, Hans-Bernd/Ott, Claus (2005): Lehrbuch der ökonomischen Analyse des Zivilrechts, 4., überarb. Aufl., Berlin, Heidelberg: Springer.
Voigt, Stefan (2002): Institutionenökonomik, München: Fink.
Weigel, Wolfgang (2003): Rechtsökonomik, München: Vahlen.

