Diplom-Betriebswirt D. Walther
Ein Dienstleister tritt ab
Mit Dietmar Walther verlässt ein langjähriger Mitarbeiter des Fachbereichs Wirtschaft die Hochschule Bochum

"Ehrlich gesagt, wäre ich gerne noch ein wenig geblieben", schmunzelt Dietmar Walther: "Die Arbeit hier hat mir schließlich viel Freude bereitet." Das nimmt man dem engagierten 65jährigen Betriebswirt sofort ab, wenn er über seine Arbeit und damit auch über seine Vorstellungen von guten Studienbedingungen spricht.
Als Dienstleister hat er sich stets verstanden. Als einen, der den persönlichen Kontakt mit den Studierenden pflegt und ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Insbesondere in dem von ihm betreuten Masterstudiengang Internationales Management sei der direkte Draht zu den Studierenden notwendig: "Wir haben sehr viele ausländische Studierende in unserem Masterprogramm", erzählt Walther, "die haben natürlich eine Menge Fragen und mit vielen Dingen intensiver zu kämpfen als ihre deutschen Kommilitonen."
Ein erfolgreiches Studium ist nach Meinung des angehenden Pensionärs unmittelbar mit der Betreuungsintensität verbunden. Und eine gute persönliche Betreuung, so die Erfahrung von Dietmar Walther, spricht sich schnell herum. Immer mehr Interessenten würden über die Absolventen des Masterstudienganges von der besonderen Qualität des Bochumer Angebots erfahren. Es sei kein Wunder, dass bereits wenige Jahre nach Einführung des Studiengangs auf jeden der pro Semester angebotenen 20 Studienplätze im Schnitt gut 5 Bewerbungen kommen.
An die Hochschule Bochum war Dietmar Walther eher zufällig gelangt. Nach dem Studium der Germanistik an der benachbarten Ruhr-Universität wusste er nicht so recht, was er beruflich machen sollte. "In der Cafeteria habe ich dann Herrn Lelgemann getroffen", berichtet Walther, "und der hat mich überzeugt, zu ihm an die FH Bochum zu kommen." So folgten dann eine studentische Hilfskraftstelle, parallel dazu das Wirtschaftsstudium, später diverse Drittmittelprojekte und schließlich die Festanstellung am Fachbereich Wirtschaft. Mit Professor Dr. Günter Lelgemann hat Walther, bis zu dessen Tod vor 2 Jahren, eng zusammen gearbeitet.
Nun zieht es ihn zusammen mit seiner Frau Lidia zurück in seine Geburtsstadt nach Halle an der Saale. Dort hat Dietmar Walther den elterlichen Bauernhof geerbt. Ein echter Landwirt will der Germanist und Betriebswirt allerdings nicht mehr werden: "Das Land ist verpachtet", lacht er, "wir werden den neuen Lebensabschnitt geruhsam angehen."
