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Internationale Klimapolitik und Fairnesspräferenzen: Eine experimentelle Analyse
Vor dem Hintergrund der Relevanz von Fairnesspräferenzen für globale Umweltprobleme verfolgt das Projekt zwei zentrale Ziele. Erstens soll getestet werden, ob das Verhalten von Akteuren in Freifahrerexperimenten und sequentiellen Zwei-Personen-Spielen konsistent ist mit Fairnesspräferenzen gemäß dem Modell von Fehr/Schmidt (1999). Hierbei werden die theoretischen Implikationen des Modells, die zentrale Annahme der Stabilität von Fairnesspräferenzen für unterschiedliche institutionelle Arrangements sowie ausgewählte komparativ statische Effekte getestet. Zweitens soll die Struktur der Fairnesspräferenzen von Verhandlern in der internationalen Klimapolitik als einem prominenten Beispiel für globale Umweltprobleme mit Hilfe einfacher Laborexperimente analysiert werden. Das Projekt ermöglicht daher einen umfassenden Test des Ansatzes von Fehr und Schmidt und untersucht gleichzeitig die Bedeutung von Fairnesspräferenzen in der internationalen Klimapolitik.
Mittlerweile befindet sich das Projekt in der Fortsetzungsphase. Im bisherigen Projektverlauf sind interessante Fragestellungen aufgetaucht, die aktuell bearbeitet werden. Zum einen wird versucht, Effizienzorientierung und Ungleichheitsaversion als treibende Ursachen von kooperativem Verhalten zu diskriminieren. Zum anderen wird der sog. House-Money-Effekt untersucht. Dabei geht es um die Frage, inwieiweit geschenktes Geld im Vergleich zu verdientem Geld das Verhalten von Versuchspersonen beeinflusst.
Laufzeit: 01.11.2006 - 30.11.2011
Auftraggeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Bonn
Kooperationspartner:
Astrid Dannenberg, ZEW Mannheim
Prof. Dr. Bodo Sturm, HTWK Leipzig
Prof. Dr. Thomas Riechmann, Universität Kaiserslautern
Prof. Dr. Joachim Weimann, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

