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HansGo! hat's wieder geschafft

Solarrennwagen "fraß" 3000 Kilometer in vier Renntagen

Lange hatte das Team des SolarCars HansGo! dem Startschuss entgegengefiebert. Am 25. September um 8 Uhr Ortszeit in Darwin war es endlich so weit: Dann begann die World Solar Challenge und damit das 3.021 Kilometer lange Rennen von Darwin nach Adelaide, einmal quer über den australischen Kontinent. Der HighTech-Renner der Fachhochschule Bochum stellte sich zum zweiten Mal der Konkurrenz der Solarmobil-Elite aus aller Welt, die mit ihren hochentwickelten Fahrzeugen das beste Solarmobil und das beste aus 36 Teams ausmachten.

Am Nachmittag des 29. September hatte das SolarCar der Fachhochschule Bochum es geschafft: Um 16.35 Uhr Ortszeit traf der rote Renner mit leeren Akkus aber wohlbehalten am Ziel auf dem Victoria Square in Adelaide, der südaustralischen Metropole, ein. Damit schaffte es das deutsche Team, trotz der verhältnismäßig schlechten Wetterverhältnisse auf weiten Teilen der Strecke in vier Tagen den fünften Kontinent zu durchqueren. Offizielle Platzierung von HansGo!: Platz acht unter den weltbesten lichtgetriebenen High-Tech-Rennern; alle weiteren an der WSC teilnehmenden Solarmobile konnten erst am fünften Renntag oder noch später in Adelaide einfahren. Herzlichen Glückwunsch, Hans!

Erfahrung

Pannenarme Vorbereitung, kompetente Logistik und nicht zuletzt reibungslose Reifenwechsel zeigen, wie viel das HansGo!-Team in zwei Jahren dazugelernt hat. Von diesen Erfahrungen werden auch andere profitieren: Da ist die angehende Wirtschaftsingenieurin Sandra Hensel von der FH Stralsund. Ursprünglich nur als Beobachterin eingeplant, um Informationen und Erfahrungen für das neu gegründete Sund-Racing Team zu sammeln, hatte sie die Versorgung des 25köpfigen Teams in die Hand genommen. Und da sind die fünf Studierenden der neuseeländischen Waikato-Univer-sität, die das "Solarrenn-Geschäft" bei ihren deutschen Kommilitonen kennen lernen konnten und bald mit einer eigenen Gruppe Solarrennen bestreiten möchten.

Überschattete Fahrt

Dass Hans trotz der in diesem Jahr geringeren Unterstützung durch den "Hauptsponsor Sonne" insgesamt sogar 20 Minuten schneller im Ziel eintraf als 2003, zeigt seine technische Klasse und überdurchschnittliche Zuverlässigkeit.

Starke Konkurrenz

Natürlich hat auch die Konkurrenz Fortschritte gemacht: das bereits 2003 führende holländische Nuna-Team zum Beispiel hat mit einem komplett neuen Fahrzeug die Weltrekord-Durchschnittsgeschwindigkeit auf über 100 Stundenkilometer hochgeschraubt und konnte dem schlechten Wetter davonfahren. Teams aus den USA, Japan und Taiwan konnten mit zum Teil erheblich größerem Aufwand und finanziellem Background HansGo! überholen. Dennoch hat Hans auch in diesem Jahr wieder Maßstäbe gesetzt: als Top Ten High-Tech-Renner, als Botschafter für internationale Freundschaft und Zusammenarbeit und als ein Bannerträger für die Technik der Zukunft. "Die Konkurrenz ist groß in diesem Jahr", hatte Team-Sprecher Stefan Spychalski bereits vor dem Rennen angekündigt. Er hatte täglich die neuesten Bilder und Eindrücke der Challenge aus Australien geschickt und so auf den Internetseiten der FH Bochum über die aktuellen Ereignisse des jeweiligen Renntags berichtet. Außerdem verfolgte die große Fangemeinde von HansGo! den Wettbewerb auch auf der Satellitenkarte der World Solar Challenge im Internet.

HansGo! erzählte

Wochen nach dem Abenteuer sind alle Bilder gesichtet und sortiert. An einem spannenden und unterhaltsamen Nachmittag am 23. November hat das Solarcar Racing Team alle Fans und Freunde von HansGo! noch einmal auf das Rennen und seine Vorbereitung zurückschauen und mitfiebern lassen. Auch der Film, den Stefan Spychalski gedreht und geschnitten hatte, wurde bei dieser Gelegenheit uraufgeführt. Aber er wird nicht die letzte Premiere sein. Anfang 2006 zeigt das Pro7-Wissenschaftsmagazin Galileo die Eindrücke von Reporter Malte Heinen während des Rennens mit dem schnellen Sonnenrenner.

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