Die Idee vom Gesamtcampus wird lebendig
Lehrkooperation zwischen Ruhr-Universität und Hochschule Bochum unterzeichnet
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Freude über die praktische Zusammenarbeit (v.l.n.r.): Hochschulpräsident Prof. Martin Sternberg, Bauingenieur-Dekan Prof. Rolf Breitenbücher, Vermessungs-Dekan Prof. Hans-Peter Fitzen und RUB-Rektor Prof. Elmar Weiler.
Auch bei naher Betrachtung ist "der kleine Unterschied" zwischen Universität und Fachhochschule in der Lehre oft kaum noch zu erkennen – und häufig gar nicht vorhanden. Praktisch jedenfalls macht es keinen qualitativen Unterschied, ob die Fakultät Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der Ruhr-Universität (RUB) ihre Lehre im Fach Geodäsie selbst übernimmt oder an den Fachbereich Vermessung und Geoinformatik der Hochschule Bochum delegiert. Am 14. Juli 2010 unterzeichneten Hochschulpräsident Prof. Martin Sternberg und der Rektor der Ruhr-Universität, Prof. Elmar Weiler, einen Vertrag über diese Lehrkooperation.
Für beide Hochschulen ist die Zusammenarbeit von großem Vorteil. Einerseits kann die Bauingenieur-Fakultät der RUB auch nach dem Ausscheiden des bisherigen Lehrstuhlinhabers für Geodäsie, Prof. Michael Scherer, ab kommendem Wintersemester ihren Studierenden alle wichtigen Kompetenzen im Fach Vermessung vermitteln lassen. Und andererseits kann der Fachbereich der Hochschule Bochum seine Auslastung effizient steigern, erläuterte Vermessungsdekan Prof. Hans-Peter Fitzen.
Der Dekan der Fakultät Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Prof. Rolf Breitenbücher, ist froh über die praktische Campussituation: "Warum hätten wir aufwändige Kompromisse bei der Organisation eines Ersatzes für die Leistung des bisherigen Lehrstuhls machen sollen, wenn nur 200 Meter entfernt die Kompetenz dafür absolut vorhanden ist", betonte er. Auch RUB-Rektor Prof. Weiler und Hochschulpräsident Prof. Sternberg legten besonderen Wert auf die Idee des Gesamtcampus mit mehreren Hochschulen. Die Zukunft sei eine Differenzierung des Gesamtcampus, beschrieb Prof. Weiler diese Vision. Es käme dann darauf an, Fachgebiete mit hochschulübergreifendem Blick so zu sortieren, dass sie optimal eingesetzt werden könnten.
Die Vorlesungen und Übungen finden auch weiterhin an der Ruhr-Universität statt; allerdings wird ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät, Detlev Waschke, zukünftig an der Hochschule an der Lennershofstraße sein Büro haben. Nicht zuletzt daran, so Prof. Breitenbücher, werde deutlich, dass dies eine wirklich lebendige Kooperation sei.
