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"Living Bridge"

Bochumer Architekturstudent wird beim "International VELUX Award 2008" in Venedig ausgezeichnet

Meldung vom 14.11.08

Bilder zur Meldung:

Auf internationalem Niveau ganz vorn dabei: Dimitri Geizenraeder und sein Entwurf "Living Bridge", die unter die Top Ten beim International VELUX Award in Venedig kamen.

Unter dem Titel "Light of Tomorrow" suchte bereits zum dritten mal Dachfenster-Hersteller VELUX gemeinsam mit der Internationalen Architektenvereinigung (UIA) und dem Europäischen Verband für Architekturausbildung (EAAE) Arbeiten, die sich mit Tageslicht im weitesten Sinne beschäftigen und zeichneten diese  am 7. November mit dem "International VELUX Award"währen der Architektur Biennale in Venedig aus. Gegen 686 Arbeiten von 244 Universitäten in 46 Ländern setzte sich das Projekt "Living Bridge" des Bochumer Architekturstudenten Dimitri Geizenraeder bis in die letzte Runde der besten elf Arbeiten durch und wurde von der Juri um den Stararchitekten Hani Rashid (Asymptote Architecture), in der historischen Stadt Venedig im Palazzo Pisani Moretta ausgezeichnet.

Bereits bei einer Exkursion in Dezember 2007 unter Leitung von Hochschulmitarbeiter Georg Pönsgen (Denzer&Pönsgen Architektur), studierten die Bochumer Architekturstudierenden die historische Lagunenstadt mit Ihren zahlreichen Brücken, die Verhältnisse von Licht, Raum und Proportion.

Besondere Aufmerksamkeit bekam dabei die berühmte Rialtobrücke aus dem Jahr 1591, an der unter anderem auch Michelangelo mitgewirkt hat und die bis heute zu den beliebtesten Attraktionen Venedigs gehört.

Diese historische Brücke, mit all ihren Proportionen und der besonderen Lichtführung "zu lesen", und diese bei der Gestaltung einer Wohnbrücke für die Stadt Duisburg zu verwenden, darin bestand für Dimitri Geizenraeder die Entwurfsaufgabe.

"Die Idee der so entstandenen 'Living Bridge' ist, den Besucher durch eine modellierte, unnatürliche Landschaft von einem zum anderen Ufer zu führen und seine Sinne beim Überqueren von Wasser zu sensibilisieren", erläutert Geizenraeder.

Die innere Landschaft der Wohnbrücke sei dabei so gestaltet, dass die Materialien in starkem Kontrast zu der grünen Umgebung und zum Wasser stünden.

"Vor allem das Licht und die Blickrichtungen ändern sich gezielt beim Überqueren und richten den Fokus, mit Hilfe der modellierten Flächen und dem besonderen Lichteinfall, auf einen alten Wasserturm, Brückenruinen, das Wasser und Besonderheiten der Stadt Duisburg", beschreibt der Bochumer Architekturstudent. "Ein Spiel aus Enge und Weite, hellen und dunkeln Zonen und den Spiegelungen des Lichtes beherrscht die Atmosphäre."

Sie füge sich so städtebaulich in die vorhandene Struktur anderer Brücken entlang des Rheins, resümiert Geizenraeder zufrieden.

Die internationale Juri befand, dass das Thema Wohnbrücke heute zu sehr in Vergessenheit geraten sei und dass dieser Entwurf ästhetisch sowie auch inhaltlich innovativ und formschön sei. Es sei die Art, wie Licht und Landschaft beim Überqueren von Flüssen wahrgenommen würden, die diese Wohnbrücke so spannend machten.

Dass bereits seit vielen Jahren das Studium der Architektur in Bochum beim CHE Hochschulranking immer wieder den Top Ten zugerechnet wird, zeigt die überdurchschnittlich hohe Qualität der Bochumer Ausbildung. Grund dafür ist wohl nicht zuletzt auch das Lernkonzept der BlueBoxBochum, das allen Studierenden einen eigenen Arbeitsplatz in der Hochschule gibt. Die Auszeichnung bestätige die internationale Klasse der Bochumer, freut sich Georg Pönsgen. Unter den Preisträgern finden sich Studierende renommierter Hochschulen wie der Cornell Universität in New York, der Tsinghua-Universität in Peking, der Harvard Graduate School of Design in Cambridge/USA oder der Carleton University in Ottawa/Kanada.

Zusätzliche Information

Pressesprecher

Dipl.-Journ. Detlef Bremkens

Raum: C 1-27
Tel.: +49 234 3210702
Fax: +49 234 3214312
detlef.bremkens@hs-boc...

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