NRW-Delegation besuchte Universitäten im Fernen Osten
"German Engineering" in China
Asien rückt näher an Nordrhein-Westfalen. Auf jeden Fall in der Hochschulausbildung. Das ist das Ergebnis der Reise einer Delegation aus Professoren von Fachhochschulen aus NRW in den Fernen Osten, die sie in dieser Woche zu den Universitäten in Peking (Beijing), Shanghai, Chengdu und Nanjing gemacht haben. Das Ministerium für Wissenschaft und Forschung NRW hatte Prof. Dr. Reiner Dudziak, Rektor der Fachhochschule Bochum, gebeten, die Hochschuldelegation zu leiten.
Die Vertreter der Fachhochschulen Bielefeld, Bochum, Düsseldorf, Essen, Niederrhein und Südwestfalen trafen mit Professoren der dortigen Universitäten zusammen, um eine wissenschaftliche Zusammenarbeit zu vereinbaren. Die Delegation tauschte sich über die Möglichkeiten von Kooperationen aus. Anlaß für die Reise sind die gemeinsamen Erklärungen zur Intensivierung der Kooperation im Bereich Wissenschaft und Forschung zwischen NRW und seinen chinesischen Partnerprovinzen Sichuan und Jiangsu, die Ministerin Hannelore Kraft Anfang diesen Jahres unterzeichnet hat.
Chinesische Studenten sind sehr daran interessiert, in NRW zu studieren und in deutschen Unternehmen praktische Erfahrungen unter Betreuung von Hochschullehrern der Fachhochschulen zu sammeln. Der Markenbegriff "German Engineering" genießt in China einen herausragenden Stellenwert, erfuhren die deutschen Professoren. Vereinbart wurde, dass die Studenten im Rahmen von Master-Projekten auch in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Fachhochschulen in NRW eingebunden werden.
Im Sinne eines ausgewogenen Austauschs werden Studierende aus NRW ebenfalls an den chinesischen Partnerhochschulen studieren. In China besteht bei deutschen und chinesischen Unternehmen die Möglichkeit, ein Praxissemester zu absolvieren und dabei die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung in China zu erleben.
Die Kooperation wird auch durch einen gegenseitigen Austausch von Hochschullehrern intensiviert. Anwendungsbezogene Forschung soll gemeinsam durchgeführt werden. Prof. Dudziak: "Diese neue Zusammenarbeit eröffnet für unsere Studierenden die Chance, das Land mit dem weltweit höchsten Wirtschaftswachstum zu erleben und wertvolle Auslandserfahrungen für die eigene Zukunft zu sammeln."
