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SolarWorld GT im Audi Aeroakustik-Windkanal

4.7.2011: Sturm im Kanal

Nur die rote Windgeschwindigkeitsanzeige lässt erahnen, was hinter der Scheibe los ist. Luftmoleküle, beschleunigt auf 100 km/h, prallen auf die glatt-lackierte Oberfläche von SolarWorld GT. Wie alle Solarmobile aus Bochum vorher, wird auch der neue Sonnenwagen im Windkanal des renommierten Ingolstädter Autobauers aerodynamisch vermessen und optimiert. Jetzt wird sich herausstellen, wie gut die Form gelungen ist und ob die Simulationen am Rechner mit der Realität zusammenpassen.

Wirbel an der Abrisskante
Wirbel an der Abrisskante

Langsam tastet man sich an die höchste Messgeschwindigkeit heran, die für SW GT vorgesehen ist. Ein leichtes Zittern geht durch die Karosse, als die Zahl 100 auf den Monitoren erscheint. Unter 0,14 liegt der Luftwiderstandsbeiwert cw, zusammen mit der Stirnfläche von 1,71 qm bedeutet das einen noch geringeren Windwiderstand als beim BOcruiser. Das ist entscheidend für den Energieverbrauch des Solarcars bei Geschwindigkeiten jenseits der 50 km/h.

Die Studierenden sind fasziniert von der Hightech-Messtechnik, die sie umgibt. Dr. Gerd Wickern von Audi steht mit Tipps und Tricks zur Strömungsführung zur Seite. Lernen von den Top-Profis - eine Praxis-Vorlesung von aller erster Güte.

Bis zu 300 km/h kann die Luft im Kanal beschleunigt werden, denn auch Sport- und Rennwagen mit Verbrennermotoren werden hier untersucht. Diese Windgeschwindigkeit bleibt dem Sonnenwagen aus Bochum erspart. Schneller als 120 km/h wird er nicht unterwegs sein...

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