SolarWorld No.1

Springen Sie direkt zu: Inhalt, Hauptnavigation, Suche

Sprachwahl


Suchfunktion


Servicenavigation



Hauptnavigation überspringen

Hauptnavigation



1.6.2010: Hard work pays off!

Wettermessstation
Wettermessstation

Mit Ernüchterung starren Matthias Wiemers und Andrej Willms auf das aktuelle Regenradar. Sonnig und warm sollte es sein. Aber draussen regnet es aus vollen Eimern. Am Abend zuvor sah sich der Administrator des mitgebrachten Servers Michael Düde schon dazu gezwungen, alle Leitungen des Rechners zu kappen und ihn so vor dem hereinbrechenden Gewitter zu schützen.

Und dabei sollte es doch jetzt auf die erste Testfahrt gehen. Ein schlechtes Zeichen.
In den ersten Tagen hatten sich die Studenten gut eingelebt und können sich glücklich schätzen mit einem gut vorbereiteten Fahrzeug in den USA eingereist zu sein. Marius Cotyga weiss noch gut von den Arbeitsschichten über Tag und Nacht von vor zwei Jahren zu erzählen. Jetzt lässt die Nähe der Werkstatt ausreichenden Schlaf auf Doppelbett, Luftmatratze oder Feldbett zu. Selbst ein kleiner Rasenmähertrecker steht zum Materialtransport zur Verfügung. Alte, ausgetrocknete Baumreste aus den umliegenden Feldern bilden den Brennstoff für ein gutes kleines Lagerfeuer am Abend.

Das Klima ist heiß in Texas und so beschließt man den Tag bereits um sechs zu beginnen und sich dafür eine Stunde Pause zur extrem warmen Mittagszeit zu gönnen. Der fehlende Pool ist von den angehenden Ingenieuren rasch aufgebaut. Elektriker, die sich sonst an Schaltplänen, Sicherheitsabschaltungen und der Programmierung von Microkontrollern den Kopf zerbrechen, arbeiten Hand in Hand mit den Mechanikern, die sonst für eine stabile und sichere Radaufhängung und Lenkung sorgen müssen. Der Lohn: Ein kühles Bad in der nächsten Mittagspause!

Die Stragtegie um Olaf Marco Risse und Andrej Willms kümmert sich derweil um die Anbringung von Wetterstation und Blueetoothempfänger für die Telemetrie auf dem Begleitfahrzeug, "Chase" genannt. Auf Konstruktionen aus Spanngurten und Holzbrettern wie aus früheren Zeiten möchte man gerne verzichten. Stattdessen kommen nun Aluprofile von Item und Neodymmagneten zum Einsatz. Was im Motor für große Drehmomente sorgt, hält auch alles fest auf dem Autodach.

Das Wetter klart wieder auf!

Fotoshooting vor der örtlichen Kirche
Fotoshooting vor der örtlichen Kirche

Keiner möchte das Risiko eingehen, das Solarauto über die grobe und verwinkelte Schotterpiste zu schicken, die die Ranch an die umgebenden Farmen und Siedlungen anbindet. Startpunkt der Testfahrt wird der Partkplatz der nahen "Kings Trail Cowboy Church" sein. Ein Anwohner schaut uns mit Gelassenheit bei der Vorbereitung zu.

Doch ruhig bleibt es nicht lange. Die Ankunft eines Autos wie Solarworld No.1 bleibt nicht lange geheim. Kaum sind erste Platzrunden zum Testen von Radaufhängung und Lenkung absolviert, erscheinen Pfarrer samt Familie und eine Reporterin der lokalen Zeitung. Gastfreundschaft wird hier wirklich großgeschrieben. Die Studenten machen große Augen. Bevor Foto um Foto geschossen wird, bekommt das Team Wasser und Chips und später einen großen Berg süß-saftiger Pflaumen aus dem eigenen Garten angeboten. Nach ein paar ersten Runden um die Siedlung und dem anschließenden Mittagsessen mit Stullen, Obst und Götterspeise ging es weiter Richtung Anna-Zentrum.

Ein Wechsel des Vorderreifens sollte mit zu den "schwierigsten" Hürden zählen. Alles in allem ein gelungener Anfang. Während die Begleitfahrzuge an der Tanke befüllt werden müssen, wird das Solarauto auf dem Parkplatz des anliegenden Drive-Inn Imbisses umschwärmt. Ein sichtlich begeisterter Mann südamerikanischen Ursprungs sagt mit einem großen Lächeln: "Yeah! Hard work pays off!" Auch er wird sich die Chance nicht entgehen lassen, sich mit dem schönsten Solarauto der Welt auf einem Foto zu verewigen.

Zusätzliche Information