16.6.2010: Runde um Runde
Erster Renntag des dreitägigen "Formula Sun Grand Prix", Qualifying für das Straßenrennen der American Solar Challenge 2010 und gleichzeitig eigenständige Rennveranstaltung. Wer bei der ASC mitfahren will, muss hier an mindestens einem der drei Tage mehr als 100 Runden schaffen. Gewinnen und damit bei der ASC von der Pole Position starten wird das Team mit den meisten Runden oder Meilen in drei Tagen.
Die Bochumer starten von Platz 4, können sich aber schon nach kurzer Zeit des acht Stunden dauernden Renntages auf Platz 3 schieben. Michigan auf Platz 1 und Calgary auf Platz 2 . Nach fünf Stunden zeigt der Rundenzähler für SolarWorld No.1 die Zahl 100.
Jetzt beginnt die heiße Phase des Rennens. Calgary liegt schon hinter dem gelben Sonnenwagen, kurze Boxenstopps zwingen die Kanadier immer wieder zu Pausen. Planmäßiger Boxenstopp auch beim Team der Hochschule Bochum: Tauschen aller Reifen und Laden der Batterien mit dem Arrayständer, Pit Stop in rekordverdächtigen 13 Minuten. Calgary zieht während dessen vorbei. In den folgenden drei Stunden häufen sich die Aussetzer bei den Kanadiern. Konsequenz: SolarWorld No.1 erneut auf Position 2, Michigan auf 1 mit 10 Runden Vorsprung.
Reifenproblemen beim Gewinner der letzten ASC kosten die Amerikaner wertvolle Zeit, die SolarWorld No.1 mit dem letzten Fahrer des Tages, Andrej Willms, nutzt, um immer näher an Infinium heran zu kommen. Ein spannendes Duell in der letzten halben Stunde des ersten Renntages. Mal zieht Andrej Willms vorbei, mal muss sich SolarWorld No.1 geschlagen geben. Anders als die Reifen der anderen Teams halten die eigens von DHL aus Australien nach Amerika geschickten Reifen der Firma Schwalbe den großen Belastungen in Form von Hitze auf der Strecke und hohen Geschwindigkeiten in den Kurven während des Rennens ausgezeichnet stand.
Am Ende des Renntages um 17 Uhr: 143 gefahrene Runden für Michigan und 141 Runden für Bochum, dies entspricht einem Zeitunterschied von etwa 5:30 min, also ein denkbar knapper Ausgang nach einem acht Stunden dauernden Renntag.
Eine Top-Platzierung für SolarWorld No.1, dessen Formgebung mit dem großzügigem Innenraumdesign eigentlich für ein Rundenrennen nicht optimal ist. Zuverlässigkeit als Resultat von professioneller Ingenieurarbeit zahlt sich hier aus. Die nächsten beiden Tage bleiben spannend!



