Projekt SolarCar

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22.6.2010: Kopf an Kopf

SolarWorld Nr.1 auf der Titelseite der lokalen Presse
SolarWorld Nr.1 auf der Titelseite der lokalen Presse

Der dritte Tag des Rennens beginnt für das Team erneut um 05:30 Uhr, ab 6 Uhr kann gefrühstückt werden. Mittlerweile haben sich fast alle Teammitglieder an das sehr süße und für Europäer etwas dürftige Frühstück gewöhnt. Hierbei fällt den Studenten ein Artikel auf der Titelseite der örtlichen Zeitung über Solarfahrzeuge auf, der das Bochumer SolarCar besonders erwähnt. Ab 7 Uhr dürfen die Akkus mit Hilfe des Solararrays geladen werden, aber vorher muss noch das Auto aus dem Trailer ausgeladen und geprüft sowie der Arrayständer aufgebaut werden, also einige Aufgaben in kurzer Zeit.

Während der morgendlichen Ladung auf dem Hotelparkplatz liefert das Solararray mehr Energie als erwartet und die Batterien sind bereits um 8:45 Uhr gut gefüllt. Um 9:02 Uhr geht es für das Bochumer Team endlich wieder los, auf die etwa 300 km langen Etappe von Topeka nach Jefferson City, Hauptstadt des Bundesstaates Missouri.

Motor-belastende Streckenführung
Motor-belastende Streckenführung

Auf dem ersten Streckenabschnitt gibt es kleinere Probleme für das Bochumer Team: Ein Reifen platzt, der aber innerhalb weniger Minuten durch die Rennmechaniker ausgetauscht wird. In Jefferson City kommt das Bochumer SolarCar-Team als zweites an und schafft es, den Abstand auf das im Gesamtklassement zweitplatzierte Team aus Minnesota zu halbieren.

Gegen 16:30 Uhr kann SolarWorld No.1 nach einer zweistündigen Medienpause vor dem Capitol in Jefferson City zur zweiten Etappe des Tages aufbrechen. Bereits nach wenigen Meilen gibt es Probleme: Die hügelige Strecke Richtung Rolla, Missouri belastet den Motor so stark, dass dieser kein Drehmoment mehr abgibt und ausgetauscht werden muss. Dies kostet das Team etwa 20 Minuten. Da aber auch das Team aus Minnesota mit Problemen zu kämpfen hatte, konnte der Abstand dennoch um weitere Minuten verringert werden.

Der abendliche Ladevorgang von 18 bis 20 Uhr wird auf dem Parkplatz eines Hotels in einer Ferienregion mit zahlreichen Flüssen und Seen durchgeführt.

Die Hälfte der Strecke ist geschafft, SolarWorld No.1 fährt ganz vorne mit. Eine kleine Sensation für ein Solarcar Baujahr 2007, das schon weit über 10.000 Kilometer auf dem "Tacho" hat. Denn 3 Jahre sind im äußerst innovativen Solarrennsport mindestens eine technologische Generation...

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