SolarWorld No.1

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22.10.09: Zulassung im Doppelpack

BOcruiser und SolarWorld No.1 haben die Abnahmeprüfung des Veranstalters bestanden

Zulassung im Doppelpack: SolarWorld No.1 und der BOcruiser
Zulassung im Doppelpack: SolarWorld No.1 und der BOcruiser

Wie erwartet unspektakulär verlief das sogenannte Scrutineering für die beiden Bochumer Sonnenwagen. Ohne Mängel durchliefen SolarWorld No.1 und der BOcruiser alle Prüfstationen.

Ein Manko für den Wettbewerb zeigt sich auf der Waage. Mit 230 kg Gewicht gehört SW No.1 nicht zu den Leichtgewichten seiner Klasse. Nuna5, der holländische Titelverteidiger, bringt es auf 160 kg, das japanische OSU-Team gar auf 140 kg. Ob diese Leichtbauwunder massive Kollisionen überstehen würden, müssen sie hoffentlich nie beweisen. Nunas Ausflug in den Straßengraben während einer Testfahrt in Australien bei Tempo 100 hat der Fahrer jedenfalls unbeschadet überstanden, was man vom Auto nicht behaupten konnte. Pünktlich zum Wettbewerbsbeginn präsentieren die Niederländer aber ein vollkommen wieder hergestelltes Fahrzeug. Eine Leistung, die neben aller menschlichen Anstrengung von einem bestens ausgestatteten Ersatzteillager zeugt.

280 kg bringt der BOcruiser auf die Waage.
280 kg bringt der BOcruiser auf die Waage.

Ein bisschen Spannung kommt beim deutschen Team noch einmal auf, als die Evakuierung der Sonnenwagen demonstriert werden muss. In 15 Sekunden soll der Fahrer aus dem vollständig geschlossenen Solarcar ausgestiegen sein. Sehr deutsch nehmen die Studierenden die Aufgabe sehr ernst und schaffen den Ausstieg in gut 10 Sekunden. Sehr australisch ermahnt der Prüfer zur Langsamkeit. Wenn man es beim ersten Mal nicht schaffen würde, könne man es problemlos noch einmal versuchen und man solle doch die schönen Sonnenmobile deswegen nicht beschädigen. "Don't worry!", das australische Lebensmotto.

Weniger entspannt verlief die Zulassung für Nuna5. Beim Nachmessen der vorgeschriebenen Rückenneigung des Fahrersitzes fehlten etliche Grad zum Sollmaß. Nachbessern tut Not. Wie das bei einem derartigen Profiteam passieren kann, bleibt unerklärlich.

Am Samstag dürfte es für alle Teams das nächste Mal spannend werden. Bremstest, "Elchtest" und ähnliche Übungen müssen die Straßentauglichkeit der sonnengetriebenen Prototypen unter Beweis stellen. Die schnellste Runde auf dem Hidden Valley Race Track bestimmt die Startaufstellung. Ob der BOcruiser, wie vom Team erwartet, um die Poolposition mitfährt, bleibt angesichts des hohen Startgewichts abzuwarten.

 

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