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25.10.09: Start mit Pannen

Reifenprobleme werfen beide Bochumer Sonnenwagen weit zurück

Jenny Ostermann wartet auf den Start
Jenny Ostermann wartet auf den Start

Start um 8:30 Uhr vor dem Parlamentsgebäude in Darwin. Der Ministerpräsident des Northern Territory persönlich schickt mit der Starterflagge die Teams auf die 3000 km lange Reise nach Adelaide, der BOcruiser auf Startposition 3, SW No.1 auf 10. Noch innerhalb der Stadtgrenze die erste Panne bei SW No.1. Der Vorderreifen platzt, Cris Coyoka bringt das Fahrzeug sicher zum Stehen. Nicht nur der Reifen ist hin, auch die Felge selber ist schwer beschädigt. Der Motor muss ausgebaut werden, die Felge samt Reifen getauscht werden.

Eine gute halbe Stunde kostet dieser unfreiwillige Stopp. BOcruiser geht es nicht viel besser. Auch hier platzen nach und nach alle Reifen und müssen gewechselt werden. Wertvolle Rennzeit geht verloren. Es ist 14 Uhr vorbei und keine 200 Kilometer sind gefahren. Das bedeutet eine mittlere Geschwindigkeit unter 40 km/h. Wenn das so bleibt, ist der Wettbewerb für den BOcruiser bald zu Ende. Zwei andere Teams ziehen an der Reparaturstelle vorbei, die Sonnenwagen sind schon auf den Hänger geladen.

Für die Kontrollstopps hat der Veranstalter bestimmte Öffnungszeiten vorgesehen. Wenn ein Solarcar zwei aufeinander folgende Stopps nicht in der vorgeschriebenen Zeit erreicht, kann der Rennleiter das Team aus dem Wettbewerb ausschließen und zum Trailern des Solarcars auffordern.

Laden am Kontrollstopp in Katherine
Laden am Kontrollstopp in Katherine

Katherine, der erste Kontrollstopp, schließt um 16:30 Uhr. Also entscheidet die Strategie: Tempo hoch auf 65 km/h. Die Rechnung geht auf: Umkurz vor halb fünf läuft der Sonnenwagen aus Bochum ein und begegnet sogar noch dem Schwesterfahrzeug SW No.1.

Hier gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit, den Stand des Wettbewerbes zu erfahren: Ganz vorne fährt ein Team aus Japan, gefolgt von Michigan und Nuna. Das belgische Solarcar-Team ist kurz hinter dem Kontrollstopp von einer Windböe erfasst worden und gegen einen Baum geschleudert worden. Der Fahrer blieb unverletzt, der Wagen hat nur noch Schrottwert. Kein glücklicher Tag auch für das Aurora-Team aus Australien. Die Vizeweltmeister des letzten Wettbewerbes haben bei einem Reifenplatzer das Fahrwerk schwer beschädigt und versuchen zurzeit eine Reparatur. Noch haben sie den ersten Kontrollpunkt nicht erreicht.

Der erste Übernachtungsplatz befindet sich 20 km hinter Katherine auf einem gemähten Feld. Alle hoffen auf morgen. Die Pechsträhne muss aufhören.

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