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26.10.09: Hektik im Camp

Hektik am Morgen beim SW No.1-Team
Hektik am Morgen beim SW No.1-Team

Tagesstart für SW No.1 ist für 8:04 Uhr terminiert. 4 Minuten wurden gestern überzogen, dementsprechend später geht es am nächsten Morgen los. Hektik im Camp, der Vorderreifen muss noch aufgezogen werden. Die Kombination Kompressor - Generator, die ein komfortables Aufpumpen ermöglichen soll, streikt. Mit der Standluftpumpe kann man nur schwer die nötige Luftmenge erzielen, um den Reifen ins Felgenbett springen zu lassen.

7:30 Uhr: Immer noch kein Druck auf dem Pneu. Schweiß auf der Stirn von Teamchef Cris Coyoka. Endlich springt der Generator an. Keine Minute zu früh steht der gelbe Sonnenwagen abfahrbereit am Straßenrand, am Steuer Jenny Ostermann. Der Observer gibt das Zeichen, los geht's. Schon nach 800 Metern wieder keine Luft mehr im Vorderreifen. Das Ventil ist defekt und wird schnell getauscht. Jetzt könnte man mit der Standluftpumpe arbeiten. Zu allem Überfluss versagt die jetzt auch noch. Das BOcruiser-Team schließt auf, die entsprechende Pumpe wird leihweise übergeben. Endlich kann SW No.1 zur Tagesetappe starten. Die Sonne brennt schon um 10 Uhr mit 35 Grad Celsius vom Himmel, keine Wolken, Geschwindigkeiten jenseits der 70 km/h sollten möglich sein.

An der Tankstelle vorbei: Der BOcruiser mit der Energie der Sonne
An der Tankstelle vorbei: Der BOcruiser mit der Energie der Sonne

Ohne Probleme rollt der BOcruiser über den Highway und macht seinem Namen alle Ehre. Dunmarra heißt der nächste Stopp zur Kontrolle. Um 15 Uhr endet hier das Zeitfenster. Mit 55 km/h unterwegs, sollte das zu schaffen sein. Eine Stunde vor dem Schließen des Kontrollstopps erreicht der BOcruiser Dunmarra um 13:56 Uhr. SW No.1 war um 12:38 Uhr hier. Die Zeit lässt darauf schließen, dass jetzt alles glatt läuft beim pechverfolgten Team.

In der Wertung führt immer noch das japanische Tokai-Solarcar, gefolgt von Michigan und OSU, einem weiteren Team von der fernöstlichen Insel. An vierter Stelle mit über einer Stunde Rückstand Nuna5.

Der Renntag neigt sich dem Ende entgegen. Die Landschaft ändert sich kaum in den letzten Stunden der Fahrt. Links und rechts vom Asphaltband des Stuart-Highways rote Erde, Steppe und immer wieder schwarze Flecken, die von Buschbränden zeugen. Das Wetter wird zunehmend diesig, die eingestrahlte Sonnenenergie nimmt ab. Tempo runter auf 35, der Rastplatz liegt bei Kilometer 746.

Der Plan für den nächsten Tag steht fest: Der BOcruiser kommt auf den Anhänger. Denn bei diesem Wetter ist der nächste Kontrollstopp auf gar keinen Fall in der vorgeschrieben Zeit zu schaffen. Die Regeln lassen dieses Trailern zu, für die Wertung und Platzierung sind die insgesamt gefahrenen Kilometer entscheiden. Bis Freitagmittag wollen die angehenden Ingenieure in Adelaide sein. Nur bis zu diesem Zeitpunkt darf man mit einem Solar-Wagen in die Innenstadt einfahren. Das wollen sich die Bochumer mit dem BOcruiser auf keinen Fall entgehen lassen.

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