30.10.09: Angekommen
Der Lagerplatz der Mannschaft für die letzte Nacht gleicht einer Mondlandschaft. Roter Sand, Kiesel- bis Faustgroße Steine und vertrocknete Steppengräser, soweit das Auge reicht, in jeder Himmelsrichtung bis zum Horizont. Der halbe Mond hat die Szenerie in der Nacht hell erleuchtet, das Firmament ist von Sternen übersät. Ein Lagerfeuer brennt, wir lassen die vergangenen Tage Revue passieren. Morgen ist es endlich geschafft. Ein ganzer Kontinent durchquert, davon fast 2000 Kilometer mit der Energie der Sonne.
Start um 8 Uhr mit gewohnter Präzision. Am Steuer Marius Kotyga für die letzten 280 km Richtung Port Augusta. Riesige Salzseen links und rechts der Straße, unendlich Weiten, kaum ein Fahrzeug unterwegs. Mit 66 km/h gleitet der BOcruiser durch diese faszinierende Welt und macht seinem Namen alle Ehre.
Um 12:50 Uhr wird Port Augusta erreicht und der BOcruiser wird auf den Hänger verladen. Ab hier darf ab Freitagmittag kein Solarcar mehr selber fahren. So hat es die Südaustralische Polizei in diesem Jahr zum ersten Mal vorgeschrieben...
SolarWorld No.1 war schon um 9 Uhr hier und durfte weiterfahren, hinein in den dichten Stadtverkehr von Adelaide. Um 12:25 Uhr geht es über die Zeitmesslinie. Zum zweiten Mal hat das schönste Solarcar der Welt den Stuart Highway bezwungen, diesmal auf Platz 9 in der Challenge-Class. Mehr als 10.000 Kilometer in mehreren Kontinenten der Erdkugel hat SolarWorld No.1 damit geschafft, in der Solarcarszene sicher schon jetzt ein legendäres Fahrzeug!
Der BOcruiser erreicht gegen Abend Adelaide. Morgen um 10 Uhr wird er mit allen Ehren auf dem Victoria Square im Herzen von Adelaide empfangen.
Gefeiert wird zusammen mit dem SolarWorld No.1-Team natürlich heute schon. Eine beeindruckte Teamleistung haben alle aus Bochum hier in Australien gezeigt. Das Glück war nicht immer der beste Freund der deutschen Teams. Dass trotzdem beide Sonnenwagen aus Deutschland heil und unversehrt den Wettbewerb überstanden haben, ist nicht selbstverständlich. Die Hochschule kann stolz sein auf diese engagierten Studierenden!


