17. Oktober 2003: Hans schafft's
Wieder ist ein heißer Tag unter tropischer Sonne in Darwin vorbei, Hans Go aber stand heute in der kühlen Stadthalle auf den Showgrounds der Stadt. Heute begann der erste Teil der umfangreichen Abnahmeuntersuchung durch die Rennleitung, die jedes Fahrzeug bestehen muss, um am Rennen teilzunehmen. In der Halle wurde gemessen, gewogen, fotografiert und genau geprüft, ob das Reglement bei der Konstruktion eingehalten wurde.
Längere Diskussionen gab es zu der von den Ingenieur-Studenten gewählten Lösung des Notausstiegs. Da dieser Notausstieg die Oberschale des Fahrzeuges unwiederbringlich zerstört, konnte diese Funktion natürlich nicht vorgeführt werden. Die Prüfer hatten Zweifel, ob die Sollbruchstellen tatsächlich ihre Funktion erfüllen würden. Erst nach einigen Erklärungen durch den Teamleiter Stefan Alstadt und Steffen Saalmann, der den mechanischen Aufbau des Fahrzeuges federführend gestaltet hat, war diese Hürde überwunden.
Beeindruckt hat der Entwurf und die Ausführung der elektrischen Anlage des Solarmobils. "German engineering" mit bewunderndem Unterton war mehrmals zu hören. Zum Gesamtaufbau fiel gar das Wort "overengineered", was durchaus als Kompliment gemeint war. Weitere Details in derBildergalerie ...
Nach diesem Teil der Abnahme ging es auf die Rennstrecke, um den morgigen Teil der Prüfung vorzubreiten. Dabei wird auch die Startaufstellung festgelegt: Wer die schnellste Runde fährt, steht auf der Pole Position. Bremstests und andere Fahrversuche runden den Parcours ab.
Beinahe wäre hier alles vorbei gewesen. Nach einigen Runden auf der Strecke, bei denen die Rundenzeiten immer besser wurden, platzte der rechte Vorderreifen. Stefan Körner konnte das Fahrzeug nur mit einiger Mühe sicher zum Stehen bringen.
Intensiv wird nun untersucht, warum der Reifen platzen konnte. Auch das holländische Team berichtet nämlich über Reifenprobleme mit dem selben Reifentyp.




